- Bildquelle: Universal Music © Universal Music

Es sollte die große Jubiläumsfolge am 25. Dezember 2020 werden: Bereits zum zehnten Mal wollte Deutschlands wohl bekannteste Sängerin zur „Helene Fischer Show“ einladen und wieder einmal nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler um sich versammeln. Aber die Produzenten wissen natürlich, dass eine Musikshow in dieser Größenordnung in einer Pandemie nicht umzusetzen ist. Also machte man das Beste daraus, hielt einen Moment inne – und nahm sich endlich mal die Zeit zurückzublicken. Gut, vermutlich hätte man das sonst NACH der zehnten Folge gemacht, wie das bei Jubiläen so Brauch ist. Aber trotzdem ist es eine gute Idee, den Premium-Sendeplatz am 25.12. nun für eine üppige Rückschau zu nutzen. Helene Fischer hat für „Die Helene Fischer Show – Meine Schönsten Momente Vol. 1“ 40 Songs zusammengestellt – von denen eine Auswahl am ersten Weihnachtsfeiertag im TV zu sehen ist. Die Doppel-CD dazu kommt zudem mit einem 24-seitigen Booklet, während die Deluxe-Version alle Auftritte auf DVD und Blu-ray anbietet.
Die Song-Kollektion macht dabei nicht nur deutlich, dass Helene Fischer eine der professionellsten Entertainerinnen unseres Landes ist, sie zeigt auch, in welcher Liga sie unterwegs ist: Sie ist nämlich eine der ganz wenigen auf deutsch singenden Künstlerinnen, deren Standing auch außerhalb der Landesgrenzen sehr populär ist. Selbst internationale Stars wie Tom Jones und Queen folgen nur allzu gerne ihrer Einladung, um eine wenig von ihrem Glanz abzubekommen, der bei uns regelmäßig für volle Stadien sorgt. Bis zum Ende des Jahres werden nun nach und nach ausgewählte Songs als Singles ausgekoppelt.
Luis Fonsi legte mit seinem Kumpel Daddy Yankee im Jahre 2017 nicht weniger als DEN Song des Jahres hin. Wer glaubt, dieser auf den Unterleib zielende Latin-Pop kommt mit Helene Fischer ein wenig braver daher, irrt eindeutig. Zwar drosselte man das Tempo ein wenig, aber das Knistern bleibt – das gilt auch für „Échame La Culpa“, wo Fischer den Part von Demi Lovato übernimmt.

Es ist DIE unsterbliche Hymne des legendären (aber viel zu früh verstorbenen) Freddie Mercury. Helene Fischer sang schon auf ihrer ersten Tour Songs von Queen, deshalb nannte sie den Besuch von Adam Lambert und Queen ein „Geschenk, das man nicht alle Tage bekommt“ – und ließ es sich nicht nehmen, als Duett-Partnerin einzusteigen.

Louis Fonsi legte mit seinem Kumpel Daddy Yankee im Jahre 2017 nicht weniger als DEN Song des Jahres hin. Wer glaubt, dieser auf den Unterleib zielende Latin-Pop kommt mit Helene Fischer ein wenig braver daher, irrt eindeutig. Zwar drosselte man das Tempo ein wenig, aber das Knistern bleibt – das gilt auch für „Échame La Culpa“, wo Fischer den Part von Demi Lovato übernimmt.

Es ist DIE unsterbliche Hymne des legendären (aber viel zu früh verstorbenen) Freddie Mercury. Helene Fischer sang schon auf ihrer ersten Tour Songs von Queen, deshalb nannte sie den Besuch von Adam Lambert und Queen ein „Geschenk, das man nicht alle Tage bekommt“ – und ließ es sich nicht nehmen, als Duett-Partnerin einzusteigen.

Tom Jones ist mittlerweile eine eher grau melierte „Sexbomb“, aber seine Stimme hat immer noch viel von dem rolligen Charme, der diesen Song so groß machte. Fischer und er drosseln das Tempo anfangs ein wenig, machen fast eine Ballade draus – und drehen dann gemeinsam durch, pardon auf.

Udo Jürgens hatte in der „Helene Fischer Show“ 2014 seinen letzten Live-Auftritt mit eben diesem Lied, das Fischer schon bei der Gala „Udo Jürgens – Mitten im Leben“ zu Jürgens 80. Geburtstag im gleichen Jahr sang. Bei der Aufzeichnung seiner Gala war Jürgens so ergriffen von Fischers Interpretation, dass er auf halber Strecke in Jubel ausbrach. 

„Ich wollte nie erwachsen sein“, singt Peter Maffay in diesem Schlüssellied aus „Tabaluga oder die Reise zur Vernunft“. Helene Fischer ist auch hier mal wieder eine vorzügliche Duett-Partnerin, die zu sanften Streichern gemeinsam mit Knurrbär Maffay in Kindheitserinnerungen schwelgt.

Eine Kombination, die man auch nicht so recht erwartet hätte: Nick Carter von den Backstreet Boys, damals einer der wildesten der Vier, hier als eloquenter Gentleman an der Seite von Helene Fischer in einem Medley der zahlreichen Erfolge der Backstreet Boys, die hier mit viel Orchester-Einsatz erstaunlich gut gealtert sind.

Dass Helene Fischer eine der größten deutschen Sängerinnen ist, die wir haben, weiß man inzwischen. Wie „international“ sie klingen kann, hat sie erst kürzlich wieder bewiesen, als sie in einer großen TV-Show ihre neue Single-Auskopplung „Never Enough“ sang. Die Nummer aus dem Musicalfilm „The Greatest Showman“, im Original gesungen von Loren Allred, klingt dabei fast, als wäre sie ihrer Karriere auf den Leib geschrieben worden. Wie sehr sie den Song liebt, bewies Fischer schon 2018 in ihrer eigenen Weihnachtsshow. Mit Orchester im Rücken singt sie da in einem schwarzen, edlen Kleid mit einer Inbrunst und einer Qualität, die schon damals viele als „Weltklasse“ bezeichneten.

Nichts steht einem erfolgreichen Popstar besser, als hin und wieder das Scheinwerferlicht mit einem spannenden Newcomer zu teilen. Helene Fischer macht das in ihrer Show regelmäßig und hat dabei stets ein sehr gutes Händchen bewiesen. So auch 2019, als Fischer gemeinsam mit der britischen Sängerin und Songwriterin Freya Ridings deren Hit „Castles“ performte. Zwei starke Frauen, zwei starke Stimmen, die sich gegenseitig pushen, ohne dass hier jemand zurückstecken muss. „Castles“ war die fünfte Single aus Ridings selbstbetiteltem Debütalbum und wurde von ihr gemeinsam mit ihrem Produzenten Daniel Nigro geschrieben.

Das offizielle Video