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Fury In The Slaughterhouse sind mit sich und ihrer Vergangenheit völlig im Reinen. Das merkt man vor allem daran, dass sie den Spagat schaffen zwischen angenehmer Nostalgie und einer sehr jetztzeitigen Energie. In diesem Spannungsfeld kam auch die Entscheidung auf, die Sache noch einmal im größeren Stil anzugehen – mit neuem Album, neuen Songs, neuen Touren. So richtig an den Nagel gehängt haben Fury In The Slaughterhouse ihre Karriere ja eh nie: Die Bandmitglieder hielten den Kontakt, zwei von ihnen gründeten die Band Wingenfelder und auf diversen „Heimspiel“-Konzerten in Hannover bedankten Fury sich in den letzten Jahren vor ihren immer noch treuen Fans. Schon bei den Proben dazu merkten Kai Wingenfelder (Sänger), Thorsten Wingenfelder (Gitarre), Christof Stein-Schneider (ebenfalls Gitarre), Rainer Schumann (Schlagzeug), Gero Drnek (Keyboard, Gitarre und auch mal die Mandoline) und Christian Decker (Bass), dass sie als Band immer noch sehr gut funktionieren und sehr gerne Musik machen. Und dann war da noch die Erfahrung, die Drummer Rainer Schumann ganz gut auf den Punkt brachte in einem Interview: „Dieser Blick von der Bühne ins Publikum war ausschlaggebend für mich – du guckst da in die Augen von Leuten und siehst: Shit, denen ist das richtig wichtig.‘“

Trotzdem war ihnen klar, dass es neue Impulse braucht. Also sind sie mit Die-Toten-Hosen-Produzent Vincent Sorg ins Studio, um ihr erstes Album seit 13 Jahren aufzunehmen. Das „NOW“ als Titel ist eine Ansage, die sie schon mit den ersten Singles locker einlösten. Da klang nix angestaubt oder allzu nostalgisch. Für die Single "Letter to Myself" kam den FURY-Jungs die Idee - wie der Titel schon verrät – „was wäre, wenn?“. Was würde ich schreiben, wenn ich einen Brief an mich selbst adressieren könnte? Wenn man einen handgeschriebenen Brief an sich selbst schicken könnte oder sich in Zeiten des Zweifels Mut zusprechen könnte - was würde man genau schreiben? Es gibt eine klare Antwort - die Zeit kann Wunden heilen: "Don't be afraid / of what might come / I know it feels unreal / everything's gonna work out right / believe me, time can heal". Für die Aufnahmen zu “Letter to Myself” nahm die Band mit Rami Jaffee von den Foo Fighters kurzerhand noch einen prominenten Musikerkollegen mit an Bord, der es sich nicht nehmen ließ, die Keyboard-Parts für diesen Song beizusteuern.

Erst kürzlich wurde der Band eine ganz besondere Ehre zuteil: die Live-Performance ihres neuen Albums in der Stadthalle Wuppertal wurde im Rahmen der OFFSTAGE-Reihe des legendären WDR Rockpalast aufgenommen.

Das offizielle Video