Vom Spinner zum Gewinner

Silke Wagner & Christoph Fritz - Magnetgeschirr

Alter

36 & 27

Wohnort

Freyung / Mauth

Unternehmen/Idee

maglassX GmbH - Magnetgeschirr

Webseite

www.silwy.de

Wie kamt Ihr auf die Idee zu Eurem Geschäft, was gab Euch die Inspiration dafür?

Wir sind selber Camper aus Leidenschaft. Mehrmals im Jahr sind wir mit unserem Wohnmobil unterwegs. Bereits nach der ersten Kurvenfahrt fielen unsere Gläser in unserer Vitrine umher. Während der Fahrt klapperten und schepperten die Gläser – bei sechs bis acht Stunden Fahrt war dies eine sehr nervige Geräuschkulisse. Da hatten wir die Idee, mit Magneten die Gläser zu fixieren. Mit unserem silwy-System lösten wir diese Probleme vollumfänglich.

 

Was sind die größten Herausforderungen bei der Umsetzung?

Die größte Herausforderung liegt ganz klar bei der technischen Umsetzbarkeit im Hinblick auf die Gläserproduktion. Noch nie wurde versucht, einen Magneten während des Spritzgussvorgangs in den Glasboden zu integrieren, ohne dass dieser bei einer Temperatur von knapp 300 Grad seine Haftkraft verliert. Erst nach diversen Versuchen war klar, dass diese Technologie in einem Arbeitsschritt nicht realisierbar ist. Deshalb mussten zwei Werkzeuge angefertigt werden – die Gläserproduktion läuft nun in zwei Schritten. Zuerst wird das eigentliche Trinkglas mit einer Magnetaussparung gefertigt. Im zweiten Arbeitsgang wird der Magnet eingelegt und auf Wunsch mit Farbe umspritzt. Damit unsere Magnetgläser auch halten, muss ein metallischer Gegenpol vorhanden sein. Dies haben wir durch eine Sandwichbauweise anhand eines flexiblen, metallischen Anti-Rutsch-Untersetzters gelöst. Die jeweiligen dafür benötigten Komponenten mussten entwickelt und ein Partner für die Fertigung gefunden werden.

Neben den technischen Probleme ist es bei uns der Faktor Zeit. Wir haben bereits ein Unternehmen aufgebaut und arbeiten nebenher an unserer Erfindung. Das "nebenher" wurde aber mittlerweile zu "permanent". Nur mit der riesigen Unterstützung unserer Kolleginnen und Kollegen ist dieser große Aufwand zu bewältigen.

 

Was gibt Euch den Mut zur Umsetzung?

Die Einfachheit des Prinzips treibt uns tagtäglich an. Unsere Idee ist sehr simpel – aber trotzdem genial. Zukünftig wird vielen Campern, Boots- und Yachtbesitzern der Urlaub merklich verschönert, da unsere Lösung ein Alltagsproblem gänzlich eliminiert. Zufriedene, von der Idee begeisterte Kunden zu sehen, ist für uns ein wahninnig schönes und ermutigendes Gefühl.

 

Gibt es einen Plan B? Wie sieht der aus?

Einen Plan B gibt es nicht. Wir sind von unserer Idee, unserem Geschäftsmodell und unserem tagtäglichen Handeln vollstens überzeugt. Wir glauben an unsere Idee und verschwenden keine Zeit für Zweifel. Unser Blick ist in eine erfolgreiche Zukunft gerichtet.

 

Was ist wichtiger, das Herzblut oder der Geschäftssinn?

Ohne Herzblut ist man nicht glaubwürdig. Ohne Geschäftssinn ist man nicht geschäftsfähig. Beides muss im Einklang zueinander gleichermaßen einfließen. Nur so ist eine zielführende, stringente Umsetzung der Idee möglich.

 

Gibt es überhaupt noch Marktnischen für neue Geschäftsmodelle?

Ja, davon sind wir überzeugt. Mit coolen, einfachen, simplen Ideen kann man sich seinen eigenen Markt schaffen. Jeder versteht unsere Lösung, jeder ist auf Anhieb von unserer Idee angetan. Bei unserer Idee sprechen wir auch von keinen Nischen, sondern einer flächendeckenden Erfindung, die weltweit bei den unterschiedlichsten Zielgruppen für große Aufmerksamkeit sorgt.

 

Wie finanziert Ihr Eure Idee?

Wir finanzieren unsere Geschäfte sowohl mit Eigenkapital, Fördergeldern und Bankdarlehen. Unsere Hausbank steht seit dem ersten Gespräch hinter uns – sie glaubt genau wie wir an unsere Idee und unterstützt uns wo es nur irgendwie geht.

 

Habt Ihr einen ultimativen Tipp für neue Projekte?

Mit offenen Augen durch den Alltag gehen. Bestehende Probleme nicht einfach hinnehmen sondern permanent kreative Lösungsansätze suchen. Die perfekte Idee kommt spontan. Danach an die Idee glauben, sich professionell aufstellen und tagtäglich mit Energie, Begeisterung und Herzblut die Sache vorantreiben. Erfolg sehen wir als die beste Motivation an.

 

Wer hat an Euch geglaubt?

Unsere gesamten Familien sehen wir als unseren größten Rückhalt. Aber auch viele Freunde und Bekannte, Geschäftspartner, zu denen man bereits eine Vertrauensbasis aufgebaut hat, stehen hinter uns. Herausheben möchten wir da auch unseren Patentanwalt, der seit der ersten Minute von der Idee überzeugt ist und uns seither in allen entscheidenden Fragen vollumfänglich zur Seite steht.

 

Wer hat am meisten an Eurer Idee gezweifelt? Warum?

Unsere Idee hat überzeugt – weil Sie so einfach ist und sie jeder versteht. Wenn wir überlegen, hat bis dato noch keiner an unserer Erfindung gezweifelt. Das Feedback war bislang durchwegs positiv.

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