Traumhaus oder raus?

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Traumhaus oder raus?

Expertentipp: Farb- und Materialkombination

Folge 1 Staffel 1

Sie ziehen um und wollen Ihr Zuhause neu einrichten oder haben einfach Lust zu renovieren? Mit dieser goldenen Regel von Innenarchitektin Sasha gelingt die Kombination von Farben und Materialien spielend.

12.07.2016 20:15 | 1:02 Min | © kabel eins

Expertentipps zur Wandgestaltung

Wandfarben: So hauchen Sie Ihrem Zuhause Leben ein

Kaum etwas kann beeinflusst Optik und Wirkung eines Raumes so stark wie Wandfarben. Mit ihrer Hilfe können Sie kleine Zimmer größer wirken lassen, dramatische Effekte erzielen oder eine bestimmte Atmosphäre schaffen. Tipps und Anregungen gibt’s hier.

Wandfarben: Was passt zusammen?

Wenn Sie an die Neugestaltung Ihres Zimmers – oder auch der ganzen Wohnung – gehen, gilt es vorab mehrere wichtige Fragen zu klären: Welche Wandfarben erzielen welche Wirkung? Wie soll der Raum genutzt werden? Wie groß beziehungsweise klein ist das Zimmer? Und nicht zu vergessen: Welche Farben passen überhaupt zusammen?

Für die richtige Kombi genügt schon ein Blick auf den klassischen Farbenkreis. Wandfarben, die auf dem Kreis direkt nebeneinander liegen, gelten als harmonisch und passen eigentlich immer gut zusammen. Sie eignen sich daher vor allem für Innendesign-Neulinge.

Haben Sie schon mehr Erfahrung oder sind einfach aus dem Stand heraus mutiger, können Sie auch zu sogenannten Komplementärfarben greifen. Diese liegen sich auf dem Farbenkreis gegenüber und sind somit deutlich ausdrucksstärker. Aber Vorsicht, denn viel hilft nicht immer viel. Um den Raum nicht zu überfrachten, bietet es sich an, zu solch intensiven Wandfarben noch einen neutraleren Ton zu kombinieren. Streichen Sie beispielsweise zwei Wände in den kräftigen und zwei in neutralen Farben. Auch das Verhältnis drei Wände zu einer Wand kann raffinierte Effekte bewirken.

Ein Blick auf den Farbenkreis hilft bei der Auswahl der passenden Wandfarben

Farbkreis
© pixabay

Haben Sie sich für eine Farbkombination entschieden, hilft der Griff zur Farbtabelle eines Anbieters dabei, die gewünschten Töne zu identifizieren und beim Einkauf richtig anzugeben. Auch Hinweise zu den Einsatzmöglichkeiten verschiedener Wandfarben finden Sie hier in der Regel. So sind manche Farben nur für Innenräume geeignet, andere können in Feuchträumen wie Badezimmern verwendet werden oder bieten sich als Deckenfarbe an. Mit der neben dem Farbfeld angegebenen Nummer gehen Sie sicher, im Laden auch tatsächlich zum richtigen Farbeimer zu greifen.

Welche Wirkung möchten Sie erzielen?

Eine ebenfalls nicht zu unterschätzende Frage, die Sie sich vor der Auswahl Ihrer Wandfarben stellen sollten, ist die nach der gewünschten Wirkung. Welche Stimmung soll der Raum vermitteln und wie soll er genutzt werden?

So bieten sich beispielsweise kühlere Wandfarben wie Blau- und Türkistöne für Zimmer an, die Ruhe vermitteln sollen. In diese Kategorie fallen zumeist Schlafzimmer, aber auch Bade- und Arbeitsbereich. Auch wenn Ihr Raum relativ klein ist, können Sie mit kühlen Tönen einiges daraus hervorkitzeln, denn: Sie vergrößern auch kleinste Zimmer optisch.

Wandfarben in kräftigen Rot- oder Orangetönen wirken dagegen warm und anregend. Sie eignen sich daher für alle Räume, in denen regeres Treiben herrscht oder herrschen soll. Auch für Zimmer mit Nord-Ost-Ausrichtung, die nur wenig natürliche Sonneneinstrahlung erhalten, eignen sich warme Farbtöne.

Helle vs. dunkle Wandfarben

Viele Wohnungen sind in neutralem Weiß und Weißtönen gehalten oder höchstens mit sehr hellen, pudrigen Nuancen aufgepeppt. Das ist insofern unproblematisch, weil Sie mit hellen Farben eigentlich so gut wie nichts falsch machen und quasi alles kombinieren können. Auch für kleine oder niedrige Räume sind helle Wandfarben bestens geeignet, denn sie machen die Zimmer optisch größer und lenken den Blick ganz automatisch in die Weite. Daher empfehlen sich vor allem für Deckenanstriche helle Wandfarben. Auch wenn Sie besonders auffällige Möbel oder Accessoires in einem Raum platzieren möchten, bietet eine helle, möglichst neutrale Wandgestaltung dafür den besten Hintergrund.

Helle Farben lassen Räume größer wirken

Schlafzimmer weiß
© pixabay

Gewagter sind da schon dunkle Wandfarben, denn sie lassen ein Zimmer leicht düster erscheinen und wirken regelrecht erdrückend. Mit den richtigen Tipps muss das aber nicht sein. Gekonnt kombiniert, können Sie mit dunklen Wandfarben dramatische Effekte erzielen und ein glamouröses Gesamtbild erschaffen. Dafür bietet es sich an, Boden, Wände und Decken in verwandten Farben zu gestalten. Generell gilt für dunkle wie für helle Wandfarben: Um zu einem stimmigen Gesamtkonzept zu gelangen, konzentrieren Sie sich am besten auf nicht mehr als drei Farben beziehungsweise Farbtöne, alles andere wirkt schnell unruhig oder überladen.

Die passende Farbe für Ihre Möbel

Geht es um die Auswahl Ihrer Wandfarben, gilt es auch, die Möbel zu berücksichtigen, die später im Zimmer ihren Platz finden sollen. Nicht jede Farbe passt zu jedem Möbelstück – sowohl stilistisch als auch was die Möbelfarbe betrifft. Behalten Sie also auch hier immer das große Ganze im Blick.

Am einfachsten geht das mit einem Grundriss. Skizzieren Sie Ihr Zimmer und basteln Sie sich kleine Möbelschablonen, möglichst in passendem Maßstab. Dann können Sie Ihre Einrichtungsgegenstände schon auf dem Papier platzieren – und anhand dessen die passende Farbkombi für Fußboden, Wände und Decke festlegen.

Licht und Farben

Spätestens wenn es abends dunkel wird, kommt in Sachen Raumwirkung auch die Beleuchtung Ihrer Zimmer ins Spiel. Daher ist es gut, in Ihr Gesamtkonzept verschiedene Lichtquellen einzubauen, die mit der Farbgestaltung von Wänden und Co. harmonieren. Verschiedene Deckenfluter und einzelne Spots sorgen dabei für eine interessante Kombination aus indirektem und diffusem Licht und damit für eine lebendige Wirkung Ihres Innendesigns.

Lampen haben spätestens, wenn es abends dunkel wird, eine große Wirkung auf die Atmosphäre eines Zimmers

Wohnzimmer braun
© pixabay

Fazit: Möchten Sie ein Zimmer, eine Wohnung oder auch ein ganzes Haus optisch neu gestalten, ist es mit der reinen Auswahl der Wandfarben nicht getan. Überlegen Sie sich bereits vorab, welche Wirkung Sie erzielen möchten, wie der Raum genutzt und was darin platziert werden soll. Auch die Lichtgestaltung ist wichtig. Und wussten Sie eigentlich, dass Sie zusätzlich durch unterschiedliche Materialien Effekte erzielen können? Wie das geht und weitere spannende Tipps zum Thema Wandfarben, erklären die Experten im Video.

Mehr zum Thema finden Sie hier:

http://www.kabeleins.de/tv/traumhaus-oder-raus/videos/11-expertentipp-fussboden-verlegen-clip

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