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Schweinebraten: Vom Einkauf bis zum Anschneiden

Folge 4 Staffel 4

Ob fürs Sonntags- oder Weihnachtsessen – die Deutschen lieben ihren Schweinebraten. Damit dieser gelingt, haben wir für Sie einige Tipps vom Einkauf des Fleisches über das Anbraten bis hin zum Anschneiden zusammengestellt.

25.11.2014 20:15 | 4:47 Min | © kabel eins

Wie viel Schweinebraten einkaufen? 

Seit jeher wird der Schweinebraten zu festlichen Anlässen in der Familie zubereitet. Haben Sie vier bis sechs hungrige Mägen zu stopfen, gilt als Richtwert: Kaufen sie etwa ein bis eineinhalb Kilo Schweinefleisch. Für weniger Personen eignet sich der Braten nicht so gut, da sich das Fleisch bei größeren Mengen besser garen lässt. Und was, wenn am Ende etwas übrig bleibt? Kein Problem, denn die Reste können Sie auch am nächsten Tag noch essen – zum Beispiel im Salat oder als Aufschnitt auf dem Brötchen.

Gute Qualität beim Fleisch erkennen

Woran Sie hochwertiges Schweinefleisch erkennen? Vor allem am hohen Fettanteil, der festen Struktur und einer guten Marmorierung, also der Verteilung des Gewebes im Fleisch. Die ist dann sichtbar, wenn sich Fett vom Muskelgewebe farblich unterscheidet. Und da wir gerade beim Thema sind: Das Fleisch sollte hell- bis kräftig rot sein.

Aber Obacht: Fleischtheken tricksen oft mit spezieller Beleuchtung, die die Ware in ein ganz besonders gutes Licht rückt. Bevor Sie also zu Hause ein graues Stück Fleisch in den Händen halten, schauen Sie bereits beim Einkaufen lieber genauer auf die Farbe.

Schweinebraten Anschneiden 1
Wählen Sie das Fleisch für Ihren Schweinebraten sorgfältig aus © Pixabay

Vorbereitungen treffen

Haben Sie den Braten bisher im Tiefkühler aufbewahrt, beginnen die Vorbereitungen für den Festschmaus bereits einen Tag vor dem Braten. Legen Sie das gefrorene Fleisch in den Kühlschrank und lassen Sie es dort 24 Stunden auftauen. Etwa eine Stunde vor dem Garen schließlich herausnehmen – so verhindern Sie, dass das Fleisch beim Anbraten in alle Richtungen spritzt. Tipp: Damit der Schweinebraten auch schön saftig bleibt, sollten Sie bei großen Stücken die Fettschicht dranlassen. Ob Sie diese vor dem Verzehr abschneiden oder mitessen, kann je nach Geschmack entschieden werden.

Nun geht’s ans Anbraten

Ist das Fleisch aufgetaut und hat es Zimmertemperatur erreicht, kann es auch schon losgehen:

1. Braten Sie Ihre Stücke in heißem Butterschmalz an – so schließen sich die Poren an der Außenseite schnell und es kann nur wenig Fleischsaft austreten. Übrigens können Sie selbst entscheiden, ob Sie den Schmorbraten lieber auf dem Herd oder im Backofen zubereiten.

2. Nun warten Sie, bis der Schweinebraten eine schöne, braune Kruste bekommt und sich jede Menge Röstaromen entwickeln.

3. Wer Gemüse dazu essen möchte, nimmt das Fleisch heraus und brät Möhren, Zwiebeln, Lauch und Co. in dem Fleischfett an. Anschließend mit Wasser, Brühe oder Weißwein ablöschen, den Braten wieder dazugeben und noch einmal mit etwas Fond übergießen.

Ofentemperatur einstellen

4. Haben Sie sich für die Ofenvariante entschieden, ist jetzt der richtige Moment, den Schweinebraten samt Gemüse in den Backofen zu schieben, wo er langsam und gleichmäßig garen kann. Dabei gilt: Je niedriger die Temperatur des Ofens ist, desto zarter und saftiger wird das Fleisch am Ende.

Tipp: Mit 80 bis 120 Grad Ober-/Unterhitze sind Sie in jedem Fall gut beraten. Soll das Essen allerdings möglichst schnell fertig werden, können Sie auch auf maximal 200 Grad hochdrehen, ohne dass der Schweinebraten trocken wird. Wichtig ist nur, dass Sie dann vorher die Schwarte einritzen und den Braten im Auge behalten – nicht, dass er verbrennt.

Tipps fürs Garen

Achten Sie darauf, dass das Fleisch während der Garzeit nur etwa zur Hälfte mit Flüssigkeit bedeckt ist. Doch wann ist der perfekte Garzustand erreicht? Wer keine Erfahrung mit der Zubereitung von Schweinebraten hat und kein Risiko eingehen will, sollte unbedingt ein Bratenthermometer zu Hilfe nehmen. Dieses einfach in eine dicke Stelle des Fleisches stecken und warten, bis auf dem Display die gewünschte Kerntemperatur von 75 bis 80 Grad Celsius anzeigt wird.

Handelt es sich um einen flachen Schweinerücken, können Sie das Stück bei frühestens 62 Grad aus dem Ofen nehmen. Und wie lange dauert das Ganze? Faustregel hier: Pro Zentimeter beträgt die Bratzeit etwa zehn Minuten. Entscheidend ist aber die Dicke des Fleischstückes. So muss ein Kilogramm Schweinenacken bei 200 Grad etwa 100 bis 120 Minuten im Ofen bleiben.

Schweinebraten Anschneiden 2
Der Schweinebraten sollte besser bei niedriger Temperatur lange garen – so wird das Fleisch saftiger © Pixabay

Schweinebraten richtig aufschneiden

Ist der Schweinebraten gar, lassen Sie ihn etwa zehn Minuten im ausgeschalteten Ofen ruhen – so geben Sie dem Saft noch etwas Zeit, sich im Fleisch zu verteilen. Damit der Schweinebraten schön saftig bleibt und auch auf dem Teller gut aussieht, empfiehlt es sich, ihn quer zur Faser aufzuschneiden.

Entpuppt sich das Stück dennoch als zäh, muss das Familienessen natürlich nicht ins Wasser fallen. Die Lösung: Einfach die Scheiben für eine halbe Stunde in einer Soße köcheln lassen und schon können Sie den Schweinebraten verzehren, ohne sich an ihm die Zähne auszubeißen.

Übrigens: Die Bratensoße können Sie ganz einfach selber machen: Einfach Röststoffe und das Gemüse vom Backblech lösen, in einem Topf mit Wein oder Fond geben und das Ganze mischen. Dann kann der Festschmaus ja beginnen!

Als Beilage zum Schweinebraten empfiehlt Frank Rosin ein Kartoffelgratin. Der Chefkoch aus dem TV rät hierfür: Kartoffeln in hauchdünne Scheiben schneiden und roh in der Auflaufform verteilen. So nehmen diese den Geschmack besser auf und garen gleichmäßig. Alternativ bieten sich auch Klöße und Rotkohl als leckere Beilage zum deftigen Schweinebraten an.

Fazit: Zu Recht gilt der Schweinebraten als Festessen zu besonderen Anlässen. Schließlich ist seine Zubereitung doch ein wenig aufwendig und zeitintensiv. Als Alltagsgericht ist der Braten daher nicht zu empfehlen. Doch wer sich die Mühe macht und unsere Tipps berücksichtigt, kann sich über saftigen Fleischgenuss freuen.

 

Was brauchen Sie für einen leckeren Schweinebraten? Rezepte gibt es viele, doch wie Sie es schaffen, einen Schweinebraten wie Frank Rosin zaubern, erfahren Sie hier:

http://www.kabeleins.de/sosiehtsaus/essen-trinken/rezepte/schweinebraten-mit-kartoffelgratin-und-mandelbroccoli

Weitere tolle Rezeptideen finden Sie hier:

http://www.kabeleins.de/sosiehtsaus/essen-trinken/rezepte/gulasch-mit-kartoffelpueree

http://www.kabeleins.de/sosiehtsaus/essen-trinken/rezepte/roastbeef-mit-tomatenreduktion-ciabatta-mille-feuille-und-ingwer-birne

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