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Fragen und Antworten aus Neu für Null

Frag die Wohnprofis 3

IHRE FRAGEN VOLKERS UND MICKS ANTWORTEN

Manuela Fröhlich:

Ich habe heute Eure Sendung gesehen und war einfach begeistert, was man mit ganz wenig Kosten, mit ein paar guten Ideen zaubern kann. Deshalb nutze ich die Möglichkeit und schreibe Euch. Wir stehen ganz kurz vor ein paar Umbauten und damit ist dann auch das Budget aufgebraucht. Neue Möbel wird es nicht geben. Nun haben wir die Möbel, die noch top in Ordnung sind, schon 20 Jahre und damit nicht mehr so ganz aktuell. Eine antik angehauchte Schrankwand, Esstisch, Stühle und Couchtisch (alles mahagonifarben) passend. Die Couch hat auch schon ganz schön an Farbe verloren und die Küche ist auch noch o.k. und relativ zeitlos. Ich bräuchte ein paar Tipps, wie wir mit diesen Möbeln trotzdem einen neuen und ansprechenden Look hinbekommen.

Hallo Frau Fröhlich,

ein Tipp wäre, die Möbel zu streichen. Wenn das zuviel Aufwand sein sollte und diese Maßnahme "Kanonen auf Spatzen" gleichkäme, tun es auch handelsübliche Maßnahmen, wie Möbelpolitur o.ä.

Daniela Harms:

Ich wohne seit kurzem in einer neuen Wohnung. In allen Räumen habe ich ein überdurchschnittlich großes Fenster, dennoch ist die Wohnung nicht gerade lichtdurchflutet. Die Fenster sind im Erdgeschoss eines dicht bewachsenen Hinterhofs, der zwar wirklich toll grün ist, aber die Wohnung dunkel macht. Wie bekomme ich mehr Licht in die Wohnung ohne gleich auszuziehen!?

Liebe Daniela,

als Erstes würde ich mit dem Eigentümer der Bäume (Vermieter, Stadt) sprechen, ob es möglich ist, die Bäume (dauerhaft) zu stutzen/zu beschneiden. Dann solltest Du Dich von möglichst allem Dunklem in deiner Wohnung trennen, hell streichen, etc. Und als allerletzte Möglichkeit könntest Du noch versuchen, mit elektrischem Licht Helligkeit in die Wohnung zu bringen. Es müssen jetzt keine Deckenfluter im Übermaß aufgestellt werden; vielleicht indirekte Beleuchtung oder Lichtstärken. 

Agnes Bargmann:

Ich sehe immer eure Sendungen, die sind super. Ihr nehmt zum Möbellackieren keine Acryllacke. Gibt es einen besonderen Grund dafür?

Hallo Agnes,

ja, ich verwende Kunstharzlack zum Lackieren. Dazu eine kleine Geschichte: Als ich vor ca. 25 Jahren im Theater das Arbeiten angefangen habe, gab es noch keine Acryllacke und es war immer ein riesiger Zeitaufwand und eine "Schweinerei" bis die Pinsel wieder sauber waren und ich war froh, als irgendwann Acryllacke auf den Markt kamen. Inzwischen bin ich wieder auf Kunstharzlacke umgestiegen, weil diese einfach besser decken und auch "schlagfester" sind. Die benutzten Pinsel werfe ich danach weg; in jedem Baumarkt gibt es Pinselsets für 5 Euro (d.h. ein Pinsel kostet 50 Cent). Kleiner Tipp: Bei diesen Billig-Pinseln lösen sich leicht die Haare. Also Pinsel vorher nassmachen und über z.B. 80er-Schleifpapier ziehen, das löst die losen Haare. Nach meinem Kenntnisstand werden Kunstharzlacke zum Schutze der Umwelt aber ohnehin zeitnah verboten bzw. vom Markt genommen.

André:

Ist es möglich über Tapeten zu tapezieren, die mit Latexfarbe gestrichen sind? Die Wände sind aus Gipskarton. Es ist auch nur eine Wand, die übertapeziert werden soll und zwar mit einer Schaum-Vinyl-Tapete. (Verarbeitung?)

Hallo André,

im Prinzip sollte es möglich sein; ich selbst habe es aber noch nie gemacht. Denn: Zum Einen bin ich überhaupt kein Freund von Latexfarben. Diese verschließen die Wände luftdicht, so das diese nicht mehr "atmen" können und schaffen somit ein schlechtes Raumklima. Zum Anderen willst/musst Du evtl. nochmal umziehen und dann musst Du zwei Tapeten entsorgen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man rund um einen Umzug mehr als genug anderer Probleme hat und da will man sich nicht noch unbedingt mit "Tapeten-Kratzen" beschäftigen. Ich persönlich bin ein Freund von klaren Strukturen und Wänden. Auch wenn es passieren kann, dass Du länger dafür brauchst (hoffentlich wurde Tiefgrund verwendet); mach es lieber jetzt und hol die alte Tapete runter.

Kerstin Rapp:

Wir haben eine schöne Wohnung, in der wir momentan nichts zu verschönern haben. Dennoch haben wir ein großes Problem: Unser Schlafzimmer liegt direkt neben dem Treppenhaus. Unser freundlicher Nachbar von nebenan hat leider die Angewohnheit, nachts oft hoch und runter zu trampeln sowie jedesmal seine Tür zu zu schmeißen! Wir, die armen Menschen, die früh aufstehen müssen, leiden sehr darunter. Leider können wir das Schlafzimmer nicht in einen anderen Raum verlegen und unser Nachbar hört einfach nicht auf mit seinen nächtlichen Aktionen. (Ich sehe allerdings auch nicht ein, auf dem Sofa zu schlafen...) Bevor wir nun ausziehen - haben Sie eine Idee, wie wir die Wand "lärmschutzmäßig" und möglichst effektiv und natürlich hübsch verkleiden bzw. isolieren können??? Für jeden Tipp sind wir dankbar.

Hallo Frau Rapp,

bevor Sie grössere Umbaumaßnahmen vornehmen, würde ich persönlich erst einmal zwei andere Sachen vornehmen. Zum Einen sollte der Nachbar an seiner Tür z.B. tesa-moll anbringen. dann knallt diese nicht mehr so zu. Dann gibt es evtl. die Möglichkeit Teppichböden im Flur bzw. auf der Treppe zu verlegen, dann hallt diese auch schon nicht mehr. Und bevor ich an meiner eigenen Wohnung Hand anlege, sollten Sie nochmal mit dem Vermieter sprechen, vielleicht findet sich ja doch noch eine Lösung. Erst wenn das Alles nicht fruchtet, besteht die Möglichkeit eine Lattenkonstruktion (z.B. 6x4 cm Kantholz) an die Wand anzubringen, Dämmwolle dazwischen zu packen und mit Gipskarton zu verblenden. Wobei es leider so aussieht, dass Schall ähnlich schwer zu "bändigen" ist, wie Wasser. Wenn ein Haus hellhörig ist, dann schluckt auch diese Maßnahme max. 50% des Lärms.

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