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Di 21.06.2016, 17:55

Köln-Spezial: Currywurst

Heute geht es um die beste Currywurst in Köln! Unsere Jury, bestehend aus dem Fernsehkoch Andreas C. Studer, Full-Size-Model Melanie Hauptmanns und Grillkutterbesitzer Sebastian Morgenstern, besucht drei Gastronomen, die mit unterschiedlichen Konzepten gegeneinander antreten: der Currywurstbrater Ralf vom "CurryCologne", die drei Damen vom Imbiss "Schlemmerstube zum Spanier" sowie die Kölschen Originale Friedel und Heinz mit ihrer Currywurst in der "Alten Griechenschänke".

Diese Restaurants treten gegeneinander an

Curry Cologne

Der Wirt: Ralf Heinen (Geschäftsführer)

Das "Curry Cologne" besteht bereits seit zehn Jahren. Es war und ist mittlerweile wieder das einzige Currywurst-Restaurant in Köln. Die Nachahmer hielten sich nicht lange und mussten ihre Tore wieder schließen, während das "Curry Cologne" stetig in seiner Beliebtheit wuchs und sich einen Namen machte. Sowohl viele Stammkunden, als auch Laufkundschaft kann es zuhauf verbuchen. Da es in Reiseführern (z. B. "Marco Polo") aufgeführt ist, kommen auch viele Touristen dort hin. Diese können dann zwischen vier verschiedenen Wurstsorten und drei verschiedenen Currysoßen wählen. Dazu gibt es Pommes belgischer Art und hausgemachte Salate. Wer möchte, kann dazu einen Sekt genießen. Frisches Kölsch wird ebenfalls gezapft. Im "Curry Cologne" ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Lage

Das "Curry Cologne" befindet sich im Herzen des Belgischen Viertels in Köln, in der südlichen Neustadt-Nord. Der Name des Viertels ist von den Straßennamen abgeleitet, die sich auf belgische Provinzen beziehungsweise Städte beziehen. Man kann es guten Gewissens als Szene-Viertel bezeichnen. Im Belgischen Viertel befinden sich zahlreiche Boutiquen, Galerien, Theater, Goldschmieden, Szene-Kneipen, Cafés und Bars. In der Juli-Ausgabe 2010 wurde das Viertel von der Szene-Zeitschrift "Prinz" zum lebenswertesten Stadtteil Kölns gekürt. Die Redaktion berücksichtigte dabei beispielsweise Mietpreise, Infrastruktur, Ausgeh-Qualität, Restaurant-Dichte sowie Sicherheit.

Besonderheiten & Preise

Die Currysoße hat Ralf selbst entwickelt und ist darauf auch sehr stolz. Mittlerweile lässt er sie sich nach seinem Rezept herstellen und anliefern, pflegt zu seinen Lieferanten einen guten Kontakt und überprüft regelmäßig die Herstellung. Die Grundsoße verfeinert er im Restaurant selber. Für die fruchtige Variante kommt zum Beispiel Mango in die Soße, für die pikante natürlich Chili. Auch seine Wurst-Auswahl ist außergewöhnlich. Neben der Currywurst Berliner und Rheinischer Art stehen noch eine Bio-Geflügelwurst und eine Bison-Wurst zur Auswahl. Die normale Currywurst "Berliner" oder "Rheinisch" liegt preislich bei 3,10 €.

Gastgeber

Ralf Heinen ist eigentlich gelernter Einzelhandelskaufmann. Er arbeitete sich nach seiner Ausbildung zum Filialleiter bei "Coop" hoch, danach war er acht Jahre bei "Gilden Kölsch" und im Anschluss sechs Jahre in der IT-Branche im Vertrieb. "Ich kann allen alles verkaufen", sagt Ralf selbstbewusst von sich selbst. Auf die Idee, ein Currywurst-Restaurant zu eröffnen, ist er vor ungefähr zehn Jahren in Düsseldorf gekommen. Dort war er mit seiner Frau bei "Curry", dem ersten Currywurst-Restaurant Deutschlands, essen und hat sich gefragt, warum es so etwas nicht in Köln gibt. Als es dann in der IT-Branche kriselte, hat er sich entschlossen, seinen Job aufzugeben und selbst ein Currywurst-Restaurant zu eröffnen. Der Erfolg gibt ihm Recht. In seiner Freizeit spielt und schaut Ralf gerne Fußball oder hält sich mit Spinning fit.

Kontakt

Curry Cologne
Brabanterstrasse.42
50672 Köln
0221 - 589 4556
info@currycologne.de
www.currycologne.de

Alte Griechenschänke

Die Wirte: Karl-Friedrich "Friedel" Pachol (Geschäftsführer) und Heinz Wiese (Koch)

Der Name der "Alten Griechenschänke" leitet sich von ihrer Adresse ab, dem "kleinen Griechenmarkt" in Köln. Die Kneipe ist urig eingerichtet und hat typisch Kölsches Flair. Im Inneren dominieren die Farben des 1. FC Köln und es gibt sowohl eine Fotowand, an der die Geschichte des 1. FC Köln dargestellt wird, als auch eine große Leinwand, auf der natürlich die Spiele des 1. FC Köln übertragen werden. Hier ist alles original - die Gäste, der Wirt, der Koch und die Inneneinrichtung. Die Auswahl auf der Speisekarte ist groß. Serviert werden sowohl typisch Kölsche Gerichte, wie "Halver Hahn", als auch zeitlose Klassiker wie Rehrücken Rut-Wiess, wie hier die Currywurst mit Pommes, Ketchup und Mayonnaise genannt wird. Im Keller der "Alten Griechenschänke" befindet sich eine Kegelbahn, die sowohl für Wettkämpfe, als auch für Partys genutzt wird.

Lage

Die "Alte Griechenschänke" liegt in der Kölner Altstadt-Süd im südwestlichen Teil des Cäcilienviertels. Dieses wird auch Griechenmarktviertel genannt. Das Griechenmarktviertel ist eins der ältesten Kölschen Quartiere. Ob es mit dem Volk der Griechen zu tun hat, ist umstritten. Seinen Namen erhielt der Stadtteil möglicherweise von den vielen griechischen Handwerkern, die sich im 10. Jahrhundert hier angesiedelt haben sollen. Eines der herausragenden Gebäude ist der Wasserturm, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Ende der 80er-Jahre wurde der Turm zu einem Luxushotel umgebaut, dessen Inneneinrichtung die französische Star-Designerin Andrée Putmann entwarf. Die alte römische Stadtmauer ist zugleich Abschluss der Gartenterrasse des Hotels.

Besonderheiten & Preise

Die Besonderheit der Currywurst von Koch Heinz beginnt schon beim Namen. Sie wird in der "Alten Griechenschänke" "Rehrücken" genannt. Den Namen bekam sie vor allem wegen ihrer Größe und weil sie im Ganzen serviert wird. Dazu kommt, dass die Currywurst, die industriell in Currysud eingelagert wurde, vorher eingeschnitten wird, damit die Soße besser aufgenommen wird. Die Currysoße bereitet Heinz mit Zwiebeln, Cola, Ketchup, Kokosmilch und Thai-Currypaste zu. Der "Rehrücken Rut-Wiess", sprich, die Currywurst mit Pommes, Ketchup und Mayonnaise, liegt preislich bei 5,90 €.

Gastgeber

Karl-Friedrich wird von allen nur "Friedel" genannt und ist eigentlich gelernter Fernmeldetechniker. Trifft man ihn in seiner "Alten Griechenschänke", wirkt er allerdings so, als hätte er sein Leben lang in der Gastronomie gearbeitet - aber weit gefehlt, er betreibt sie erst seit Januar 2015. Vorher hat er lange Zeit Kohlensäure und Propan vertrieben, Kohlensäure unter anderem an den Vorbesitzer der "Alten Griechenschänke". Der hat ihm dann erzählt, er suche einen Nachfolger. Daraufhin hat Friedel sich spontan entschieden, die "Alte Griechenschänke" zu übernehmen. Er suchte sowieso nach neuen Herausforderungen und in Rente gehen will er noch lange nicht. Ohne Koch Heinz wäre er allerdings in der Küche verloren. Auch Heinz denkt noch lange nicht daran, in Rente zu gehen. Er hat bereits vor Friedel in der "Griechenschänke" gearbeitet und ist ein echter Weltenbummler. Er ist schon seit 55 Jahren Koch und hat schon "überall auf der Welt gekocht".

Kontakt

Alte Griechenschänke
Kleiner Griechenmarkt 73-77
50676 Köln – Altstadt-Süd
0221 - 271 8388
alte-griechenschaenke@gmx.de
www.alte-griechenschaenke.de

Schlemmerstube Zum Spanier

Die Wirtinnen: Myriam Meier (Inhaberin und Geschäftsführerin), Petra Obladen und Aysel Kurt

Den Namen "Zum Spanier" hat Myriam Meier vom Vorbesitzer übernommen, der war eben Spanier. Neben dem Namen hat er sie auch zur Currywurst Espagnol inspiriert. Die Stimmung im Imbiss "Schlemmerstube" ist sehr locker und die Kunden fühlen sich gut aufgehoben. Die drei "Damen vom Grill" kommen bei der überwiegend männlichen Kundschaft sehr gut an und haben sich mittlerweile ein großes Stammpublikum erarbeitet, mit dem sie per du sind. Und falls mal Not am Mann ist und die Drei Hilfe brauchen, findet sich immer ein Gast, der gerne ritterlich zur Stelle ist. Der Renner des Imbisses sind neben der Currywurst, von der sie an guten Tagen bis zu 50 Stück verkaufen, die Mittagsgerichte. Der Mittagstisch wechselt täglich und wird immer frisch zubereitet. Es gibt deftige Hausmannskost für hungrige Herren.

Lage

Die "Schlemmerstube Zum Spanier" befindet sich im Gewerbegebiet Poll/Porz. In diesem Gebiet liegen überwiegend Unternehmen des Dienstleistungssektors (Großhandel, Baumarkt, Spedition). Bedingt durch die Lage im Gewerbegebiet besteht die Kundschaft größtenteils aus LKW-Fahrern, Müllabfuhr und Ordnungsamt, aus Arbeitern eben. So erklären sich auch die Öffnungszeiten - Montag bis Freitag, 6 bis 15 Uhr. Es wird gerne dort gefrühstückt und zu Mittag gegessen, danach verirrt sich für gewöhnlich niemand mehr ins Gewerbegebiet.

Besonderheiten & Preise

Myriam kocht die Currysoße selbst. Natürlich gibt es eine Grundsoße, aber diese verfeinert sie unter anderem mit Paprika, Tomatenmark, Wein und Brühe. Auf gleicher Basis kocht sie die scharfe Soße für ihre Currywurst Espagnol mit Chorizo-Wurst-Stückchen. Petra ist dann am Grill dafür zuständig, dass die Wurst den richtigen Garpunkt erreicht und nicht verbrennt. Die Currywurst liegt preislich bei 2,50 €, mit Pommes bei 4,10 €.

Gastgeber

Myriam hat Hotelfachfrau gelernt und schon immer in der Gastronomie gearbeitet. Sie betreibt die "Schlemmerstube" seit über sechs Jahren. Vorher hatte sie eine andere Gaststätte mit ihrem Mann. In ihrer Freizeit engagiert sie sich für Tierschutz und rettet kleine Hunde. In ihrem Imbiss ist sie für die warmen Gerichte zuständig. Gleichzeitig ist sie der Kopf der drei Mädels. Sie organisiert und trägt als Inhaberin die Verantwortung für alles. Petra ist für den vorderen Bereich der "Schlemmerstube" zuständig, sie bedient und steht hinter der Theke. Unter anderem brät sie auch die Currywürste. Aysel arbeitet erst seit einem halben Jahr in der "Schlemmerstube", ist allerdings schon so vertraut mit den Abläufen und den beiden anderen Mädels, dass das überhaupt nicht auffällt. Sie ist im hinteren Bereich der "Schlemmerstube" tätig. Sie spült und arbeitet Myriam zu, die in der Küche steht. Außerdem ist sie für die kalte Küche zuständig. Alle drei Mädels verstehen sich richtig gut und der Spaß bei der Arbeit steht bei ihnen im Vordergrund.

Kontakt

Schlemmerstube zum Spanier
Poll-Vingster-Strasse 138
51105 Köln
0221 - 570 898 95

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