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Fr 21.04.2017, 17:55

Die beste Scholle in Hamburg

Mike Süsser und seine Jury testen heute die besten Schollen-Rezepte Hamburgs. Dabei erleben sie die gesamte Bandbreite der hanseatischen Gastronomie: von der Fischkneipe "Kleine Haie, Große Fische" über das Fischbistro "Fischbeisl" bis hin zum ländlichen Restaurant "Wein- und Friesenstube" ist alles dabei. Welcher der drei Gastronomen wird sich durchsetzen?

Hier sucht die Jury die beste Scholle von Hamburg

Restaurant Fischbeisl

Der Wirt: Volkmar Preis, 65, Geschäftsführer

Im österreichischen steht das Wort „Beisl“ für eine Gastwirtschaft. Direkt am Altonaer Fischmarkt hat Geschäftsführer Volkmar Preis (65) wie der Name schon andeutet vor 6 Jahren eine Fischgaststätte gegründet. Hier können die Gäste, mit Blick auf die offene Küche, entweder den kleinen Hunger stillen oder in klassischer Hafenatmosphäre die große Fischauswahl des „Fischbeisl“ probieren. Im Fischbeisl finden sich Touristen, Einheimische, junge Studenten, alteingesessene Hamburger und so ziemlich jeder, der es sich schmecken lassen will.

Lage

Für einen Fischimbiss gibt es wohl keine bessere Lage als am Altonaer Fischmarkt. Der Bezirk Altona ist der westlichste Bezirk Hamburgs und ist größtenteils identisch mit der bis 1938 selbstständigen Stadt Altona. Im Süden dieses Bezirks befinden sich der traditionsreiche Fischmarkt und das Fischbeisl. Die unmittelbare Nähe zu Hamburgs größtem Umschlagplatz für frische Meeresprodukte schlägt sich nicht nur in den Gerichten wieder, sondern sorgt auch für eine typisch hanseatische Atmosphäre und bietet die Möglichkeit nach dem Verzehr einer leckeren Scholle das Hamburger Hafenpanorama zu genießen.

Besonderheiten & Preise

Wer das Fischbeisl besucht, dem fällt direkt beim Betreten des Fischimbiss schon eine Besonderheit auf. Immer im Sichtbereich kann jeder Gast in der offenen Küche einen Blick auf die Zubereitung seiner Speisen werden. Die Scholle, wird hier mit Speckstibbe, Salatteller, Butterkartoffeln oder Speck-Kartoffelsalat gebraten. Besonderen Wert legen Volkmar und sein Team auf die gute Qualität und perfekte Kühlung ihrer Scholle. Diese wird direkt vom anliegenden Fischmarkt bezogen und ist damit stets frisch und schmackhaft. Insgesamt 14,50€ bezahlt ein Gast für die Hamburger Spezialität, womit sich das Fischbeisl im unteren Mittelpreissegment einreiht.

Gastgeber

1971 kam der gelernte Koch Volkmar Preis (65) nach Hamburg und ist seitdem ein fester Bestandteil des kulinarischen Hamburgs. In seiner Zeit in der Hansestadt führte der gebürtige Österreicher insgesamt acht Restaurants, bis er mit dem Fischbeisl noch einmal einen Tapetenwechsel vollzog. Sechs Jahre lang führt Volkmar jetzt schon das Fischbistro und treibt seine Mitarbeiter mit seinem ruhigen aber fokussierten Führungsstil an. Seine geballte Erfahrung im Gastronomiebereich hilft ihm dabei, stets mit Gelassenheit auf alle Probleme und Widrigkeiten zu reagieren.

Kontakt

Restaurant Fischbeisl
Große Elbstraße 131
22761 Hamburg
Tel: 040 390 72 75

  

Restaurant Wein- und Friesenstube

Arne Meyer, 44, Geschäftsführer, Koch

Die Familie Meyer hatte sich 1968 ihren Lebenstraum erfüllt. Sie bauten einen Stall zu einer behaglichen Wein- & Friesenstube um. Seitdem hat sich viel getan. Arne Meyer (44) übernahm das Restaurant vor 22 Jahren von seinen Eltern und hat die Wein-und Friesenstube seitdem immer weiter ausgebaut. Neben der 120 Plätze fassenden Terrasse fasst der Gastraum Platz für bis zu 50 Leute. Dieser erinnert mit seiner beruhigenden und wohligen Atmosphäre an ein modernes Kaminzimmer. Kulinarisch verwöhnt Arne seine Gäste mit einer Mischung aus traditionellen deutschen Gerichten und internationalen Speisen.

Lage

12km entfernt von der Hamburger Innenstadt „versteckt“ sich die Wein-und Friesenstube im Stadtteil Ochsenwerder. Hier tauschen die Gäste das Großstadtambiente gegen ländliche Idylle. Die Stadt Hamburg kaufte am 23. April 1395 Ochsenwerder dem Grafen von Holstein ab, um in ihrem Interesse die Elbschifffahrt zu sichern. Die Namensbedeutung geht darauf zurück, dass seit jeher Ochsen auf der Insel weideten. Die sieht man nun immer weniger auf den grünen Wiesen, dafür finden sich heutzutage aber kulinarische Schätze wie die Wein- und Friesenstube.

Besonderheiten & Preise

Wer bei Arne Meyer (44) eine Scholle bestellt kann sich auf eine einmalige Zubereitungsart freuen. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus der Friesischen und Büsumer Zubereitungsart. Die goldbraun gebratene Scholle wird mit Hummerkrem und angeschwenkten Nordseekrabben zubereitet. Dazu gibt es hausgemachten Gurkensalat und abgeschwenkte Tomaten. Preislich liegt die Friesenstube im Mittel- und Hochpreissegment. Die angebotene Scholle kostet hier 19,50€.

Gastgeber

Seit 22 Jahren führt Arne Meyer (44) die Wein- und Friesenstube in der zweiten Generation weiter. Der gelernte Koch ist ein absoluter Vollblutgastronom und hat es sich zum Ziel gesetzt seinen Gästen abseits des Großstadttrubels einen schönen Abend zu bescheren. Arne lernte sein Handwerk im Restaurant "Gustav Adolf v. Schweden" und im "Altes Rathaus". Seine tägliche Arbeit in der Küche ist für Ihn aber noch nicht genug. Der 44 Jährige ist eine Frohnatur und begrüßt seine Gäste nicht nur gerne persönlich, sondern kommt gerne auch für einen kurzen Plausch an den Tisch. Wer mit Arne spricht merkt sofort: Er ist Gastgeber aus Leidenschaft.

Kontakt

Restaurant Wein- und Friesenstube
Ochsenwerder Kirchendeich 10
21037 Hamburg
Tel.: 040 737 41 98
E-Mail: friesenstube@t-online.de
http://www.wein-und-friesenstube.de

 

Kleine Haie & Große Fische

Der Wirt: Heiner Harhues, 43, Geschäftsführer

"Klein und fein bei Hein" ist das Motto im „Kleine Haie, Große Fische“. In urigem Ambiente bieten Heiner und sein Mitarbeiter Lucas ihren Gästen nicht nur leckere Fischbrötchen, sondern auch ein offenes Ohr und eine familiäre Atmosphäre. Am Wochenende finden hier außerdem Konzerte auf der kleinsten Bühne Hamburgs statt. Auf einer Treppe sitzend unterhalten die Musiker bis zu 35 Gäste in dem kleinen Lokal und sorgen damit für ein einmaliges Erlebnis.  Kaltes nordisches Bier, Fischbrötchen und zwei Hamburger Originale, dafür steht „Kleine Haie, Große Fische“.

Lage

Mitten an der Hamburger Reeperbahn und dem berühmten Stadtteil St. Pauli hat Heiner Harhues (43) sich mit seinem Lokal niedergelassen. Obwohl St. Pauli ein bedeutendes Wohnquartier in Hamburg ist, ist der Stadtteil vor allem durch sein Vergnügungs- und Rotlichtviertel, das Gebiet im Süden des Stadtteils, bekannt. Hier befindet sich das „Kleine Haie, Große Fische“ nur wenige Meter von der berüchtigten Reeperbahn entfernt. Zu den Sehenswürdigkeiten an der „Sündigsten Straße der Welt“ gehören die vielen Nachtclubs, Bars und Diskotheken. Für die Gastronomen gilt hier keine Sperrstunde, so dass die Gäste auch bis in die Morgenstunden bei Heiner und Lucas verweilen.

Besonderheiten & Preise

Fischbrötchen gibt es in Hamburg wie Sand am Meer. So jedenfalls das gängige Urteil in Bezug auf die Hamburger Gastronomie-Szene. In großen Teilen der Hansestadt trifft dies auch zu, in unmittelbarer Umgebung der Reeperbahn ist das „Kleine Haie, Große Fische“ aber der einzige Fischimbiss. Hier gibt es für die Gäste jedoch keine klassische Scholle sondern die griffbereite Variante „Lieber Scholli“. Dabei serviert Heiner den Plattfisch zusammen mit hausgemachter Remoulade und Chutney Soße als knuspriges Fischbrötchen für 5,90€.

Gastgeber

Heiner Harhues (43) ist gelernter Schiffsbauer und hat die See seit jüngsten Jahren sprichwörtlich im Blut. Das nordische Original hat sich mit seinem Fischimbiss einen Traum verwirklicht. Hier möchte er nicht nur den Hunger der Gäste stillen, sondern ihnen die Möglichkeit geben nach einem Abend auf der Reeperbahn den Tag in typisch Hamburger Atmosphäre ausklingen zu lassen. Neben der kulinarischen Zubereitung sorgt der Gastgeber somit auch für die Unterhaltung der Gäste und verbringt mit seinen Kunden gerne auch mal einen gemeinsamen Abend an der hauseigenen Theke.

Kontakt

Kleine Haie & Große Fische
Querstrasse 4  
20359 Hamburg
Tel. + 49 176 1033 7847
h.harhues@gmx.de

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