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Waffen zur Selbstverteidigung

Selbstverteidigungswaffen – effizienter Selbstschutz

Pfefferspray, Tränengas oder Elektroschocker sind bekannte Waffen zur Selbstverteidigung. Aber welche Selbstverteidigungswaffen sind empfehlenswert? 

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© dpa

Selbstverteidigungswaffen von Pfefferspray über Elektroschocker bis zu Schreckschusspistolen

Selbstverteidigungswaffen wie Pfefferspray, Tränengas oder Elektroschocker haben angesichts steigender Zahlen von Überfällen und Gewaltdelikten in Deutschland Hochkonjunktur. Aber nicht alle Waffen zur Selbstverteidigung eignen sich tatsächlich, um in Notsituationen Angreifer abzuwehren oder in die Flucht zu schlagen.

Welche Selbstverteidigungswaffen gibt es – und welche Waffen sind als Selbstschutz effektiv?

  • Pfefferspray ist in Deutschland als Tierabwehrspray frei verkäuflich. Die kleinen Spraydosen geben hochaggressives Pfefferkonzentrat in Form eines festen Strahls ab. Pfeffersprays können als Distanzwaffe in einer Gefahrensituation gezielt gegen Angreifer gerichtet werden. Wer Pfefferspray in Augen, Nase oder Mund bekommt, wird mit Sicherheit kampfunfähig. Pfefferspray gilt daher als die beste Waffe zum Selbstschutz. Aber wie bei allen Selbstverteidigungswaffen besteht auch bei Pfefferspray die Gefahr, dass die Waffe falsch eingesetzt werden kann.
  • CS-Gas oder Tränengas ist weniger wirksam als Pfefferspray, sodass eine höhere Dosis notwendig ist, um Personen kampfunfähig zu machen. Gas kann außerdem nicht so gezielt eingesetzt werden wie ein Strahl Pfefferkonzentrat und ist daher nur auf geringeren Distanzen zur Abwehr von Angreifern geeignet. Die Gefahr, dass man beim Einsatz von Tränengas selbst Gas abbekommt, ist größer als bei Pfefferspray. Wer also eine zuverlässige Selbstverteidigungswaffe sucht, sollte eher zu Pfefferspray als zu Tränengas greifen.
  • Ein Schrillalarm oder Schlüsselanhängeralarm löst einen Alarm mit einer Lautstärke von bis zu 120 dB aus, wodurch Angreifer abgeschreckt und Aufmerksamkeit erregt werden kann. Ein Schlüsselalarm ist zwar keine Waffe, kann aber in Verbindung mit einer Selbstverteidigungswaffe wie Pfefferspray den Selbstschutz erhöhen.

Selbstverteidigungswaffen, die nicht zum Selbstschutz empfohlen werden

  • Elektroschocker zählen zu den bekanntesten Selbstverteidigungswaffen, aber Experten raten davon ab, sich auf die elektrischen Geräte zu verlassen. Denn Elektroschocker können nur im Nahkampf zum Selbstschutz eingesetzt werden und eignen sich daher nicht zur präventiven Gefahrenabwehr. Zudem birgt ein Elektroschocker die Gefahr, dass er im Nahkampf gegen einen selbst gerichtet wird. In manchen Ländern sind sogenannte Taser verbreitet, aber in Deutschland sind diese Distanzwaffen verboten.
  • Schlagstöcke oder Selbstverteidigungsschirme sind als Waffen zum Selbstschutz zwar erlaubt, eignen sich aber nicht für die präventive Abwehr von Angreifern, sondern nur für den Nahkampf. Wer einen Schlagstock zur Selbstverteidigung nutzen möchte, sollte also möglichst kampferfahren und in Selbstverteidigungstechniken erprobt sein.
  • Schreckschusspistolen, die Reizgasmunition verschießen, können je nach Kaliber und Entfernung nicht nur erheblichen gesundheitlichen Schaden anrichten, sondern sogar tödlich wirken. Vom Einsatz einer Schreckschusspistole als Selbstschutz ist daher dringend abzuraten, zumal die rechtliche Situation hier sehr kompliziert ist.

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