Achtung Kontrolle

Lästige Schädlinge

Lebensmittelmotten

Lebensmittelmotten sind lästige Schädlinge, die gerne Lebensmittel befallen. Aber sind die Vorratsschädlinge auch Gesundheitsschädlinge?

larven
© dpa

Lebensmittelmotten – verbreitete Schädlinge, die Lebensmittel und Vorräte befallen

Schreck, Ärger und Ekel sind groß, wenn im morgendlichen Müsli plötzlich Eier, Larven oder Raupen auftauchen oder wenn in der Vorratskammer kleine Motten umherschwirren. Lebensmittelmotten sind lästige kleine Plagegeister, die leider weit verbreitet sind – davon können auch Lebensmittelkontrolleure ein Lied singen, die bei ihren Kontrollen häufig auf Lebensmittelmotten treffen.

Der Name vieler Motten täuscht: Dörrobstmotten & Mehlmotten beschränken sich leider nicht auf Trockenobst und Mehl, sondern machen auch vor anderen Lebensmitteln nicht Halt. Eier, Gespinste oder Larven finden sich gerne auch einmal in Müsli, Nüssen, Nudeln, Keksen oder Süßigkeiten und anderen Leckereien. Was an Lebensmittelmotten besonders unangenehm ist: Handelsübliche Verpackungen aus Papier, Karton oder Plastik können Lebensmittelmotten leider nicht aufhalten – die kleinen Vielfraße beißen sich einfach durch. Daher passiert es immer wieder, dass mit gerade frisch gekauften Produkten auch ungewollt Lebensmittelmotten oder deren Eier oder Larven eingeschleppt werden. Lebensmittelkontrolleure stoßen in Lebensmittelgeschäften immer wieder auf befallene Produkte.

Sind Lebensmittelmotten eine Gefahr für die Gesundheit?

Keine Panik, wenn Lebensmittelmotten auftauchen: Im Gegensatz zu Gesundheitsschädlingen wie Essigfliegen und Küchenschaben, die Krankheitserreger übertragen oder Allergien auslösen können, sind Vorratsschädlinge wie Dörrobstmotten und Mehlmotten zwar lästig, aber nicht unbedingt schädlich für die Gesundheit, da sie keine Keime oder Bakterien verbreiten.

Aber die kleinen Schädlinge breiten sich schnell aus und machen Lebensmittel ungenießbar – und wer will schon beim Öffnen von Lebensmitteln auf Larven, Gespinste oder flatternde Motten treffen? Lebensmittelkontrolleure raten: Kontrollieren Sie frisch gekaufte Produkte am besten sofort. Wenn Sie einen Befall mit Lebensmittelschädlingen feststellen, können Sie sich an die örtlichen Verbraucherschutzämter wenden.

Informationen und Tipps bieten auch Verbraucherzentralen oder das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Verbrauchern stellt sich aber die Frage: Wie kann man sich vor Schädlingen wie Lebensmittelmotten schützen?

Schützen Sie sich vor Lebensmittelmotten: Tipps & Tricks zur Schädlingsbekämpfung

Wenn es in der Küche, im Vorratsschrank oder in der Speisekammer zu flattern oder zu kriechen beginnt, sollten Sie sofort handeln, denn Lebensmittelmotten vermehren sich gerne und schnell. Entfernen Sie alle befallenen Lebensmittel sofort und großzügig aus der Wohnung. Kontrollieren Sie alle übrigen Vorräte und werfen Sie im Zweifelsfall lieber großzügig weg.

Nutzen Sie dichtschließende Vorratsbehälter aus Glas oder Metall – Plastik bietet leider keinen sicheren Schutz vor Lebensmittelschädlingen. Gespinste können Sie mit der Staubsaugerdüse absaugen. Schränke, Regale und Vorratskammern sollten gründlich, aber nicht nass gereinigt werden, denn Vorratsschädlinge lieben es feucht und warm.

Hygiene ist wichtig, bietet aber keinen zuverlässigen Schutz vor Schädlingen, da Lebensmittelmotten beispielsweise auch mit neu gekauften Produkten eingeschleppt werden können. Präventiven Schutz vor Lebensmittelmotten bieten Pheromonfallen, aber auch Duftsäckchen mit Lavendel, Rosmarin, Lorbeer oder Wacholder können abschreckend wirken. 

Kommentare

Facebook