Achtung Baustelle

Von Waldschlösschenbrücke bis JadeWeserPort

Großbaustellen der Vergangenheit

Auch wenn der Flughafen Berlin Brandenburg, die Elbphilharmonie Hamburg und andere Großbaustellen es noch nicht erkennen lassen: Irgendwann werden auch sie fertig sein. Erinnern Sie sich noch an diese Mega-Projekte der Vergangenheit?

abgeschlossene Baustellen_Waldschlösschenbrücke
© hessbeck - Fotolia

Waldschlösschenbrücke Dresden

Verschobene Fertigstellungstermine, explodierende Kosten, Gegenwind aus der Bevölkerung – von all dem kann auch Dresden ein Lied singen. Hier entstand zwischen 2007 und 2013 die berühmte Waldschlösschenbrücke: eine Elbquerung, die eine Verkehrsentlastung in und um Sachsens Hauptstadt bringen sollte. Viele waren dagegen, denn eines stand schnell fest: Würde die Brücke gebaut, würde das Elbtal seinen Titel als Unesco-Welterbe verlieren. Die Brücke wurde dennoch fertiggestellt – allerdings nicht ohne Hindernisse: drei Jahre Terminverzögerung und 182 Millionen Euro Gesamtkosten – so die Bilanz des Großprojektes.

City-Tunnel Leipzig

Gleiches Bundesland, andere Stadt, anderes Projekt, ähnliches Desaster: Von 2003 bis 2015 wurde in Leipzig der City-Tunnel gebaut: ein 5,3 Kilometer langer S-Bahn-Tunnel unter der Innenstadt – ein Endlos-Projekt, das ein Vermögen kostete. Aus der ursprünglichen 915-Millionen-DM-Kalkulation wurden 935 Millionen Euro – also mehr als das Doppelte. Aktuell wird noch an der Einbindung des Tunnels ins bestehende Netz gearbeitet, bis Ende 2015 soll auch diese Baustelle aber endgültig abgeschlossen sein. Der Tunnel wird bereits seit Dezember 2013 genutzt.

JadeWeserPort Wilhelmshaven

Als einst größte Wasserbaustelle Deutschlands galt der JadeWeserPort (JWP) in Wilhelmshaven. Hier entstand zwischen 2008 und 2012 ein Tiefwasserhafen – in etwa doppelt so groß wie Monaco. Reibungslos lief allerdings auch auf dieser Baustelle nicht alles: Zunächst verzögerte sich der Baubeginn, dann korrigierten die Verantwortlichen die Kosten um 90 Millionen auf knapp 590 Millionen Euro nach oben, schließlich traten noch Schäden an der Stahlkonstruktion auf, die behoben werden mussten. In Zukunft soll der Hafen noch weiter ausgebaut werden, bleibt also abzuwarten, wann diese Baustelle endgültig keine mehr ist.

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