Achtung Baustelle

Elbphilharmonie Hamburg

Eines der teuersten Bauwerke der Welt

Geplant war ein neues Wahrzeichen und Konzerthaus, doch die Elbphilharmonie Hamburg ist längst mehr: Mittlerweile gehört sie zu den zehn teuersten Bauwerken der Welt. Sie sollte 2010 eigentlich fertig sein und ist es noch immer nicht. Alles, was Sie über die Großbaustelle an der Elbe wissen müssen, hier:

Elbphilharmonie Hamburg
© dietwalther - Fotolia

Das Bauprojekt Elbphilharmonie Hamburg

Unmittelbar an der Elbe – zwischen Containerhafen, Speicherstadt und Landungsbrücken – entsteht ein neues Konzerthaus, die Elbphilharmonie Hamburg. Mitten in der HafenCity, dem neuen Luxus-Stadtteil in Hamburg-Mitte, wächst hier ein 110 Meter hoher Kaispeicher mit gläsernem Aufbau und extravaganter Dachform empor, ein Hingucker, keine Frage. Doch auch die Geschichte des Bauwerkes ist spektakulär.

Geschichte des Baus

Nach mehrjähriger Planungs-, Abstimmungs- und Genehmigungsphase begann das Projekt „Elbphilharmonie Hamburg“ am 2. April 2007. Der bereits vorhandene denkmalgeschützte Kaispeicher A, der als Sockel des Konzerthauses dienen soll, wird saniert und mit Betonpfählen für den Aufbau vorbereitet. Zwischenstand: 2010 soll die Elbphilharmonie bereits fertig sein, Ende Mai wird jedoch gerade einmal Richtfest gefeiert. Die Fassade ist zu diesem Zeitpunkt halbfertig. 2011 ein weiterer Rückschlag für den Baudienstleister Hochtief: Vor allem Dach und Rolltreppe im Inneren müssen aus Sicherheitsgründen umgebaut werden, es kommt in den betreffenden Bereichen zum zeitweiligen Baustopp. 2012 geht es auf der Großbaustelle endlich wieder voran.

Aktueller Stand: Termine, Kosten, Nutzung

Konzerthaus, Hotel, Parkhaus, Restaurant, Eigentumswohnungen – all das will die Elbphilharmonie Hamburg irgendwann sein. Genau genommen ab Januar 2017. Dann nämlich soll die Mega-Baustelle endlich fertig sein. Ob der Termin eingehalten wird, bleibt abzuwarten – schließlich wäre es in der Geschichte der „Elphi“ nicht das erste Datum, das verschoben werden muss: Erst 2010, dann 2013, schließlich 2015 und nun 2017 – ein Rückblick auf die geplanten „Eröffnungen“ macht deutlich: Hier hat man am Anfang einiges offenbar nicht bedacht.

Im Übrigen auch was die Kosten angeht. Die im Jahr 2005 veranschlagte Summe von 186 Millionen Euro mussten Stadt und Baufirma immer wieder nach oben korrigieren. Mittlerweile sind die Kosten auf 575 Millionen Euro angestiegen. Eine weitere Erhöhung der Kosten ist immerhin nicht zu erwarten, da sich Hochtief verpflichtet hat, die Elbphilharmonie Hamburg zu diesem Festpreis fertigzustellen und bis Oktober 2016 zu übergeben. Wir sind gespannt.

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