Achtung Baustelle

2 Tunnel, 1 Trasse

Die Großbaustellen der Zukunft

Baustellen werden abgeschlossen, neue Baustellen begonnen: Hochmoselübergang, Pannen-Airport Berlin Brandenburg und Elbphilharmonie Hamburg werden ganz sicher nicht die letzten großen Bauprojekte in Deutschland sein. Was Sie in den nächsten Jahren erwartet, lesen Sie hier.

zukünftige Baustellen_Fehmarnsundbrücke
© Krane - Fotolia

Fehmarn-Belt-Tunnel

Zwischen Deutschland und Dänemark befindet sich ein europäisches Verkehrsprojekt der Extraklasse in der Pipeline: die Fehmarnbeltquerung. Der geplante Eisenbahn- und Straßentunnel unter der Ostsee soll die deutsche Insel Fehmarn und das dänische Eiland Lolland miteinander verbinden. Baubeginn wird voraussichtlich 2016 sein. Nach geplanter Fertigstellung im Jahr 2024 könnte die Fehmarnbeltquerung mit einer Länge von knapp 18 Kilometern der weltweit längste – und auch tiefste – Straßen- und Eisenbahntunnel werden. Die gute Nachricht für deutsche Steuerzahler: Da die Dänen ein größeres Interesse an der Verbindung haben, werden sie einen Großteil der Kosten übernehmen.

Y-Trasse zwischen Bremen, Hamburg und Hannover

Nach Stuttgart 21 will die Bahn sich schon bald ans nächste Großprojekt machen: eine rund 130 Kilometer lange Trasse zwischen den Hansestädten Hamburg und Bremen sowie Hannover. Bis zu vier Milliarden Euro könnte das Ganze kosten – kein Wunder, dass der Kosten-Nutzen-Faktor vielen nicht einleuchtet. Erfahrungen zeigen zudem, dass Großprojekte wie dieses am Ende nicht selten noch rund 40 Prozent teurer werden als ursprünglich kalkuliert, siehe Flughafen Berlin Brandenburg, Elbphilharmonie und Co. Ob diese Baustelle also tatsächlich kommen wird, steht noch in den Sternen.

A20-Elbtunnel bei Glückstadt

Er soll der zweitgrößte Straßentunnel Deutschlands werden, der geplante sechs Kilometer lange Elbtunnel zwischen Glückstadt in Schleswig-Holstein und Drochtersen in Niedersachsen. Doch die Planungen ziehen sich. Das Projekt ist mit 1,5 Milliarden Euro veranschlagt, zahlen soll dafür allerdings nicht der Bund allein, auch private Investoren sollen sich daran beteiligen. Zur Refinanzierung des Tunnels wird nach Fertigstellung eine Pkw- und Lkw-Maut erhoben. Noch laufen mehrere Klagen gegen das Projekt, dennoch rechnet man in Kiel mit einer baldigen Ausschreibung. Vor 2017 wird hier aber wohl nichts passieren.

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