Achtung Baustelle

Kontroverses Straßenprojekt

Großbaustelle Hochmoselübergang

Nicht nur große Städte haben große Baustellen. Auch an der Mosel kann man derzeit zuschauen, wie eine neue Straße samt Brücke entsteht: der Hochmoselübergang. Wie immer gibt es allerdings zwei Seiten der Medaille – alle spannenden Fakten hier im Überblick.

Hochmoselübergang
© mojolo - Fotolia

Was ist geplant?

Wer derzeit über die Bundesstraße 50 fahren muss, um in der Eifel von A nach B zu kommen, darf sich freuen: Der sogenannte Hochmoselübergang soll in Rheinland-Pfalz zukünftig eine direkte Verbindung zwischen A61 und A1 sowie A60 schaffen. Geplant ist eine 25 Kilometer lange Fernstraße zwischen Longkamp und Autobahndreieck Wittich.

Herzstück des Projekts ist die Hochmoselbrücke, die sich über das gesamte Moseltal spannen soll. Mit 160 Metern Höhe und 1,7 Kilometern Länge wird sie ein echter Hingucker, soll aufgrund ihrer Höhe aber vor allem das Moseltal als Weinanbaugebiet und Tourismusregion schonen. Lärm und Abgase sollen somit nicht zum Problem werden. Kritiker bezweifeln indes, dass sich der Aufwand lohnt und bemängeln die enormen Eingriffe in die Natur.

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Was ist bislang passiert?

Der Hochmoselübergang besteht aus mehreren Einzelabschnitten, von denen der erste von 2003 bis 2014 gebaut wurde – die ersten 5,3 Kilometer sind damit bereits fertig. Jetzt entstehen die nächsten knapp neun Kilometer, darunter die spektakuläre Hochmoselbrücke, die aus 900 Stahlteilen bestehen soll. Es folgen die übrigen 14 Kilometer Strecke zwischen Erden und Longkamp.

Die alte Crux: Kosten und Termine

Große Projekte, falsche Kalkulationen – das hängt offenbar zusammen wie Pech und Schwefel. Nicht nur die Elbphilharmonie Hamburg und der Hauptstadtflughafen verschieben geplante Fertigstellungstermine und korrigieren die Baukosten regelmäßig nach oben: Auch der Hochmoselübergang wird länger brauchen und mehr kosten als ursprünglich veranschlagt. Von 330 Millionen wurde die Zahl bislang auf mehr als 450 Millionen Euro korrigiert und die Eröffnung von 2016 auf 2018 verschoben.

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