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Wo ist die Falle? vom 27. Juli

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Junger Mann schreibt auf der Tastatur vom Laptop. © StockDisc

FALLE EINS: Schleuser missbrauchen Mitfahrzentrale

Schleuser nutzen zunehmend Online-Mitfahrzentralen für kriminelle Zwecke, um Menschen unter Umgehung der gesetzlichen Einreisebestimmungen in Länder der Europäischen Union zu befördern. Dazu nehmen sie über Online-Mitfahrzentralen Kontakt zu Anbietern von Mitfahrgelegenheiten auf und vermitteln zu schleusende Personen als Mitfahrer. So gerät man bei einer Kontrolle schnell unter Verdacht, als Mitglied einer Schleuserbande zu agieren. Festnahme, Vernehmungen und ein langwieriges Strafverfahren können die Folge sein.

FALLE ZWEI: Ebay-Betrug bei Vorkasse

Bei dieser Falle gehen die Kriminellen in mehreren Schritten vor: Sie kaufen Ware in Onlineshops. Als Zahlungsmethode geben sie Vorauskasse an. So erhalten sie die Bankdaten vom Verkäufer. Der kriminelle Käufer gibt eine Scheinadresse zum Versand an. Zahlen wollen sie aber nicht, daher folgt Schritt zwei: Sie stellen die Ware selbst erneut ein mit dem gleichen Preis ein – Namen und Kontaktdaten klauen sie vom echten (ersten) Verkäufer, meist leicht abgeändert. Findet sich ein Käufer, vereinbaren sie auch mit ihm Vorauskasse. So kommen sie an sein Geld. Der Kriminelle gibt dem Käufer aber nicht seine Bankverbindung zur Überweisung, sondern die des Verkäufers aus der ersten Aktion. Der ahnungslose Käufer überweist so nicht das Geld für seinen Fernseher, sondern für den, der an den Kriminellen gehen wird. Der Verkäufer aus der ersten Auktion kriegt vom ahnungslosen Käufer das Geld und verschickt die Ware – an die Scheinadresse des Kriminellen. Der Käufer aus Schritt eins geht leer aus – erstes Opfer. Kontaktdaten hat er von dem Kriminellen nur die des ersten Verkäufers bekommen – das zweite Opfer. Der Fernseher kommt nie beim richtigen Käufer an. Fernseher weg, Geld weg.

FALLE DREI: Von weiblichen Lockvögeln erpresst

Über weibliche Lockvögel erschleichen sich die Betrüger das Vertrauen ahnungsloser Männer. Da die Frauen vor der Webcam blank ziehen, kommen die Männer irgendwann in Zugzwang – und ahnen nicht, dass sie unfreiwillig zu Hauptdarstellern in einer fiesen Falle werden. Der Striptease wurde von Kriminellen aufgezeichnet. Im Anschluss werden die Opfer mit den Aufnahmen erpresst. Der wichtigste Tipp: gleich zur Polizei und auf keinen Fall zahlen!

FALLE VIER: Die gefälschte Facebookmail

Soziale Netzwerke informieren auf Wunsch per Mail, wenn neue Nachrichten vorliegen oder bestimmte Aktivitäten auf dem Profil zu verzeichnen sind. Das nützen Betrüger und Datendiebe für gefälschte Mails. Der Link in der Mail führt jedoch auf eine andere Internetseite. Die falschen Mails zielen darauf ab, dass die verunsicherten User auf dieser Seite ihre Facebook-Anmeldedaten und ihr Passwort eingeben. Wer das tut, öffnet den Betrügern sein Profil: Sie können dann in seinem Namen posten, das Passwort ändern und haben Zugriff auf alle persönlichen Daten, die in dem sozialen Netzwerk hinterlegt sind. 

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