Abenteuer Leben am Sonntag

§-Schlupfloch: Im Freizeitpark

Im Freizeitpark

Rechtstipps für den Tag im Freizeitpark

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Vorschau: Falle: Wochenendtrip! Ein spontaner Wochenendtrip – einfach aus dem Alltag ausbrechen und etwas Neues erleben. Dumm nur, wenn das allzu aufregend ausfällt und man das Opfer von Betrügern wird! Staundown: Freizeit-Highlights Am Wochenende daheim herumhängen – damit ist jetzt endlich Schluss. „Abenteuer Leben“ hat für Sie die unglaublichsten Freizeit-Highlights. Im freien Fall den höchsten SkyCoaster der Welt bezwingen, eine Nacht in einem Abwasserrohr schlafen oder mit dem Reisebus in 52 Stunden von Deutschland in die Türkei fahren. Für jeden ist etwas dabei. Fast Forward: Der Eistraum in Wien22 Tage lang bauen 350 Männer fast rund um die Uhr an der Eisbahn in Wien. Sie steht direkt vor dem Rathaus und man kann sogar durch einen Teil des Rathausparks fahren. Wo ist die Falle? WochenendtripOb am Flughafen, im Hotel und sogar zu Hause – überall können wir Opfer dreister Betrüger werden. Ihr Ziel: Unser Geld. Um das zu bekommen, klauen, betäuben und betrügen sie, was das Zeug hält. Wie man sich schützen kann und diese dreisten Fallen frühzeitig erkennt, verraten Abenteuer Leben und das LKA Bayern in „Wo ist die Falle?“ Das perfekte Wochenende für 20 Euro Keiner weiß, was die anderen planen. Keiner weiß, was die anderen mögen. Trotzdem soll es das perfekte Wochenende werden! Zwei Familien, die sich noch nie im Leben begegnet sind, sollen ein Wochenende zusammen verbringen. Die Challenge: Mit nur 20 Euro pro Person pro Tag, müssen Familie Liebrenz und Familie Noack aus Berlin auskommen. Aber kann man mit so wenig Geld ein Wochenende gestalten, das allen gefällt und bei dem alle auch noch satt werden? Gewusst wie! Ein Metallbett zum SelberbauenKann man sich ein Bett aus Metall selbst zusammenschweißen? Charly und Harald, zwei absolute Handwerker-Laien, stürzen sich in das Abenteuer „Metallbett selber bauen“. Cedar Point: Das Achterbahn-Mekka Der Traum aller Adrenalinjunkies ist es, einmal Cedar Point in Ohio zu besuchen. Im Mekka der Achterbahnen stehen die verrücktesten und härtesten Achterbahnen der Welt. 17 Höllenmaschinen in einem Park unnd Achterbahnfan Tobias ist mittendrin! © dpa

1. Schlupfloch: Der Ersatzschlüssel im Handschuhfach

Tatsächlich muss man sich keine Sorgen machen, wenn man den Zweitschlüssel für das Auto im verschlossenen Handschuhfach deponiert. Ein versierter Dieb kann zwar das Handschuhfach aufbrechen – doch das kostet Zeit und Kraft. Deshalb entschied das Oberlandesgericht Koblenz: Das Absperren als Sicherungsvorkehrung ist völlig ausreichend und rechtfertigt nicht den Tatbestand der groben Fahrlässigkeit.
(OLG Koblenz Az. 2 U 1513/01)

2. Schlupfloch: Der teure Schmuck in der Handtasche

Damit die Versicherung greifen kann, müssen wertvolle Gegenstände sicher verwahrt und nah am Körper getragen werden. Nimmt man die Tasche von der Schulter und stellt sie neben sich ab, gilt das bereits als fahrlässig. Das entschied das Oberlandesgericht in Frankfurt am Main und wies die Klage eines betroffenen Versicherungsnehmers ab.
(OLG Frankfurt am Main Az. 3 U 39/03)

3. Schlupfloch: Nichts für schwache Nerven

Grundsätzlich gilt: Wer den Einlass zu einem Fahrgeschäft regelt, darf diesen bestimmten Freizeitparkbesuchern auch verweigern. Immerhin würde der Mitarbeiter andernfalls haften, wenn er einen Gast mitfahren lässt, der offensichtlich gesundheitliche Probleme hat, und daraufhin etwas passiert. Das Wichtigste: Der Mitarbeiter muss seine Entscheidung gut begründen – ansonsten gibt es Probleme mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.
(§§ 19 & 20 AGG)

4. Schlupfloch: Einmal Döner auf die Hand

Fällt das Essen bei der Übergabe auf den Boden, ist der Verkäufer in der Beweislast und muss eindeutig beweisen, dass es die Schuld des Kunden gewesen ist. Kann er das nicht, muss er für den Schaden aufkommen und der Käufer bekommt eine neue Portion – gratis.
(§ 446 BGB)

5. Schlupfloch: Drängeln verboten?

Grundsätzlich ist Drängeln zwar rechtlich nicht verboten, beispielsweise an Supermarktkassen. Hier stehen aber die Einrichtungen im Freizeitpark den Gästen nur im Rahmen einer sogenannten Benutzungseinschränkung zur Verfügung. Der Park hat also das Recht, fiese Drängler, die mutwillig und wissentlich diese Benutzungseinschränkung sowie die Anweisungen des Personals missachten, von der Benutzung der Attraktion ausschließen – übrigens ohne einen Ersatzanspruch. Dies gilt auch, wenn sie versuchen, sich in einer Warteschlange vorzudrängen.
(§ 305 BGB)

6. Schlupfloch: Einmal Döner für den Hintermann

Wer in einer Achterbahn mitfährt, muss sich darüber im Klaren sein, dass es anderen schlecht werden kann – und gegebenenfalls mit den Konsequenzen leben. Sollte das Essen des Vordermanns wirklich einmal den Weg nach draußen suchen und einen anderen Gast treffen, hat der Pech gehabt – allgemeines Lebensrisiko in einem Fahrgeschäft! Wird dem Vordermann speiübel, hat der Hintermann daher kein Anrecht auf Schadensersatz! Das Gleiche gilt für die Fahrgeschäfte – die müssen solche "Malheure" einfach hinnehmen.
(§§ 276 & 280 BGB)

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