So sieht's aus.

Korsika mit dem Motorrad - Der Tipp für jeden Kurvenfan

Kurven erfahren

Korsika-1-Tobias-Käsmaier
© Tobias Käsmaier

980 Kurven auf 83 Kilometer, das bietet die Strecke über die D84 von Corte nach Porto an der Westküste Korsikas. Das der Kurventanz dabei entlang des längsten Flusses der Insel, über den höchsten Pass und durch die tiefste Schlucht geht, macht die Sache nur noch schöner. Überhaupt ist die "Insel der Schönheit" ein Paradies für kurven-liebende Motorradfahrer. Die nur 180 Kilometer lange und 80 Kilometer breite Insel ist durchzogen von Straßen aller Größen und unterschiedlichsten Teeroberflächen. Doch eines ist ihnen allen gemein, sie sind alle kurvig.

Genial ist neben dieser Straßenvielfalt auch die Abwechslung der Umgebung. Innerhalb von wenigen Kilometern ändern sich Klima und Vegetation komplett. Wer in Bastia, der größten Stadt der Ostküste, beginnt, fährt Richtung Süden zuerst auf einer Schnellstraße an der Küste entlang. Doch schon nach wenigen Kilometern zweigt von hier eine Straße ins Inselinnere ab. Die Kurven werden mehr und Steigungen kommen hinzu. Nun hat man die Wahl. Auf winzigen Straßen durch Kastanienwälder zu cruisen und die am Straßenrand nach Futter suchende oder einfach nur faulenzende Schweine und Kühe bewundern ist eine Option. Als Alternative steht die Straße zum höchsten Punkt der Insel zur Wahl. Diese windet sich durch ein spektakuläres Tal hin zum Monte Cinto mit seinen 2706 Metern. Die letzte Passage führt durch lichte Nadelwälder und bietet imposante Ausblicke auf das grün schimmernde Felsmassiv des Berges. Oben angelangt, bietet sich ein Bild aus kleinen Holzhütten, Nadelbäumen, Felsen und schneebedeckten Gipfeln. Das könnte auch Kanada sein.  

Im Südosten dagegen ist die Insel eher Flach, die sogenannte "Plaine Orientale" reizt mit warmen Temperaturen, karibischen Sandstränden und ebenen Straßen, die sich bestens eignen, sich die salzige Luft um die Nase wehen zu lassen. Zu langweilig? Dann einfach abbiegen ins Inland! Bei Solenzara zweigt die D268 Richtung Zonza ab. Was jetzt folgt, ist Motorradgenuss in Reinform. Durch traumhafte Wälder schlängelt sich die Straße zum Col de Bavella hinauf. Der Ausblick auf das Felsmassiv beweist, warum dieses Gebirge auch als die "Dolomiten Korsikas" bezeichnet wird. Schroffe Felsen ragen majestätisch über das üppige Grün des Waldes hinaus. Um so näher man der Passhöhe auf 1218 m kommt, um so besser wird auch der Teer. Jüngere Sanierungsarbeiten beschertem diesem Abschnitt besonders gute Schräglageneigenschaften! Achtung aber auf Wanderer, Wildtiere und selbsternannte Rallyefahrer, die ebenfalls auf der Strecke anzutreffen sind!

Zurück an der Küste lässt sich die Strecke nach Bonifacio, der südlichsten Stadt Korsikas, auf der geraden Schnellstraße N198 schnell zurücklegen. Die imposante, auf weißen Kreidefelsen gelegene Stadt, ist es wert, den Motorradsattel für einen Moment zu verlassen und zu Fuß erkundet zu werden! Doch die nächste Kurvenhatz lässt nicht lange auf sich warten. Auf wenig befahrenen Straßen führt der Weg von hier weiter Richtung Nordwesten über wunderbar geschlängelte Straßen über Sartene nach Propriano. Jetzt kommt die Qual der Wahl: Es gibt drei Straßenvarianten nach Ajaccio, und jede ist ein Hit für Motorradfahrer! Also am besten also hin, zurück und wieder hin zur größten Stadt der Insel!                

Von Tobias Käsmaier

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