So sieht's aus.

Export Bier

Ein Bier, zwei Brautraditionen

Das Export Bier galt lange Zeit als Klassiker und wird heute immer populärer. Die verschiedenen Brautraditionen erschaffen jeweils helle oder dunkle Biere.

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© dpa

Export Bier – Kräftiger Geschmack bei höherem Alkoholgehalt

Export Bier ist ein untergäriges Bier , das einen höheren Alkoholgehalt als das durchschnittliche Pils aufweist. Es handelt sich hierbei um ein klassisches Vollbier und nicht um ein Starkbier, da mit einer Stammwürze von bis zu maximal 14 Prozent gearbeitet wird. In anderen Ländern werden dagegen häufig auch Lagerbiere oder die bereits erwähnten Starkbiere als Export bezeichnet. Das Export Bier ist farblich nicht festgelegt und kann sowohl als helles Bier oder als dunkle Sorte kreiert werden. Es gibt verschiedene Brautraditionen , die das Exportbier nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern der Welt bekannt und beliebt gemacht haben.

Die Brautraditionen und die Herstellung

Ein Bier mit untergäriger Hefe benötigt mehr Zeit bis zur geschmacklichen Vollendung. Dies wurde schon vor einigen Jahrhunderten erkannt und schuf so die idealen Voraussetzungen, um Bier lange lagern und in andere Länder exportieren zu können. Hierauf lässt sich auch der Name dieser speziellen Biersorte zurückführen. Gleichzeitig ergeben sich aus der Lagerzeit der etwas würzigere Geschmack sowie der höhere Alkoholgehalt .

Einige Marken haben sich mittlerweile neuen Trends zugewandt und ein Export entwickelt, das sowohl untergärig als auch alkoholfrei ist. Das Stöttner Export hell ist hierfür ein gutes Beispiel. Andere berühmte Marken sind in diesem Zusammenhang Schlappseppel und Steiner, die beide renommierte Export Biere kreieren.

Es gibt mindestens zwei voneinander unabhängige Brautraditionen, die jeweils einen ganz eigenen Typ von Export Bier auf den Markt bringen. Die Münchner Tradition konzentriert sich vorwiegend auf ein dunkles Bier, das mit dunklem Malz hergestellt wird. Diese Kreation besticht mit einem leicht süßlichen und stark malzigen Geschmack und ist deshalb gerade auch bei Frauen sehr beliebt. Die Dortmunder Brautradition erschafft dagegen ein helles Export Bier, das einen deutlich größeren Hopfenanteil in sich trägt. Dadurch wird das Ergebnis etwas herber im Geschmack.

Export Bier als Basis für einen zünftigen Abend

Da der Malzanteil bei beiden Brautraditionen für einen runden und vollen Geschmack sorgt, ist das Export Bier generell als kräftiges Vollbier einzustufen. Der erhöhte Alkoholgehalt sorgt zudem dafür, dass das Export Bier eher mit Zurückhaltung genossen wird. Da sich die traditionelle Braukunst jedoch auf dem Vormarsch befindet, sind Export Biere heutzutage wieder häufiger gesehen. Auch in den USA wird diese Biersorte immer populärer und viele kleine Brauereien haben sich dort schon auf die Dortmunder Brauart eingeschossen.

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