So sieht's aus.

Das Bierfass ist Tradition

Was Sie über das Anzapfen wissen sollten

Das Bierfass hat bei vielen Feiern und Volksfesten eine wichtige zeremonielle Rolle, denn mit dem Anstich des Bierfasses wird die Feier offiziell eröffnet.

Drei Bierfässer aus Holz in unterschiedlichen Größen
© kishivan - Fotolia

Das Bierfass wird angezapft – die Feier kann beginnen!

Wer schon einmal für eine Party oder ein Fest ein großes Bierfass besorgt hat, kennt vielleicht den besonderen Moment, wenn das Bierfass angezapft wird. Vor allem bei Volksfesten ist der Anstich von Bierfässern bei der offiziellen Eröffnung ein weit verbreiteter Brauch. Bestes und auf der ganzen Welt bekanntes Beispiel: Die Eröffnung des Münchner Oktoberfests. Hier schlägt der Bürgermeister der Stadt München, begleitet von zahlreichen hohen Persönlichkeiten und Prominenten, den Zapfhahn in das erste Bierfass mit dem original Münchner Oktoberfest-Bier ein. Bei erfolgreichem Anstich rufen alle Beteiligten und Zuschauer laut „O'zapft is'!“

Der Fassanstich des Münchner Oktoberfests wird sogar im Fernsehen übertragen. Eine kleine Anekdote: Der erste offizielle Anstich eines Bierfasses auf dem Oktoberfest erfolgte bereits im Jahr 1950. Der damals amtierende Bürgermeister Thomas Wimmer benötigte dazu ganze 17 Schläge, bis der Zapfhahn schließlich richtig im Bierfass saß.

Wie wird eigentlich ein Bierfass angezapft?

Viele haben Bedenken, sich beim großen Moment des Bierfassanzapfens vor den Zuschauern blamieren zu können. Aber keine Bange: Bei den modernen Bierfässern, die im Handel üblich sind, ist das Anzapfen meist ein Kinderspiel. Einen Zapfhahn müssen Sie bei handelsüblichen Partyfässern bestimmt nicht einschlagen – zumal die meisten Fässer heute aus Kunststoff oder Aluminium hergestellt werden und es somit ein Ding der Unmöglichkeit ist, einen Zapfhahn in ein Aluminiumfass einzuschlagen. Ein Bierfass aus dem Getränkemarkt oder direkt von einer Brauerei wird meist mit einem einfach einzusetzenden Zapfhahn geliefert, der über einen Steck-und-Klick-Mechanismus ganz leicht anzubringen ist.

Trotzdem ist das Anzapfen auch bei einem modernen Partyfass immer ein besonderer Moment. Meist bekommt eine besondere Person, zum Beispiel ein Ehrengast oder ein Geburtstagskind, das erstgezapfte Bier, den sogenannten „frischen Anstich“.

Von Holzfässern bis zum KEG-Bierfass

Wir alle kennen Bilder von den massiven Holzbierfässern auf dem Oktoberfest, aber auch von riesigen Aluminiumbierfässern vor einer Brauerei oder in der Gastronomie. Bei diesen Bierfässern, die meist ein Füllvolumen von 50, 30 oder 20 Litern haben, handelt es sich meist um sogenannte KEG-Fässer. Die Bezeichnung KEG bedeutet so viel wie „kleines Fass“. Ein KEG ist ein Mehrwegfass, das bereits 1964 entwickelt wurde und als besonders keimfrei gilt. Nicht nur in der Gastronomie, sondern auch im privaten Bereich werden KEG-Bierfässer immer beliebter.

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