So sieht's aus.

Bier und Wein – macht die Reihenfolge etwas aus und welches Getränk ist gesünder?

„Bier auf Wein, das lass sein, Wein auf Bier das rat´ ich Dir!“ Diesen Spruch kennt fast jeder und viele meinen, er beziehe sich auf den Kater am nächsten Tag. Damit hat die Aussage überhaupt nichts zu tun! Ob es bei Bier und Wein aber wirklich einen Unterschied am nächsten Tag gibt und ob einer der beiden Alkoholika tatsächlich gesünder ist, verraten wir in unserem Bier-Wein-Vergleich!

gedeckter Tisch-Gemüse
© Pixabay

Zunächst möchten wir kurz die Herkunft unseres Zitats aus der Einleitung erklären. Der Spruch ist schon sehr alt – er stammt aus dem Mittelalter, als Wein noch sehr teuer war. Infolgedessen konnten sich nur reichere oder besser gestellte Personengruppen den Weingenuss überhaupt leisten.

Bier war das Getränk für die breite Masse und wer dieses gegen Wein eintauschen konnte, der hatte es geschafft – „Wein auf Bier“, dass rat ich Dir! Die erste Hälfte des Zitats bezieht sich also auf den finanziellen Aufstieg.

In der Zweiten geht es um den Abstieg, denn, wenn man erneut in finanzielle Schwierigkeiten geriet und sich wieder nur noch Bier leisten konnte, hatte man etwas falsch gemacht. Es war also schlecht, wenn man von Wein wieder auf Bier umsteigen musste – deshalb „Bier auf Wein, das lass sein!“.

In Bezug auf den Kater am nächsten Tag, ist dieser Spruch also absolut bedeutungslos - im Endeffekt kommt es hierbei hauptsächlich auf die getrunkene Menge Alkohol an. Und Alkohol ist in Wein, wie auch in Bier enthalten!  

Auch wenn der Kater also bei beiden Alkoholika droht, unterscheiden sich Wein und Bier  doch mehr, als nur im Geschmack. Wir erklären die verschiedenen Eigenschaften:

Die Unterschiede

Der Alkoholgehalt:

oktoberfest-maßkrug
© Pixabay

Bei den Getränken ist der Alkoholgehalt ein entscheidender Unterschied! Während in einem halben Liter Wein zwischen 30 und 50 Gramm Alkohol enthalten sind, sind es beim Bier nur etwa 20 Gramm. Das hört sich beim Bier zwar nach viel weniger an, doch Biertrinker scheinen erheblich durstiger, als Weintrinker zu sein.

In Deutschland liegt der jährliche pro Kopf Verbrauch beim Bier etwa bei 140 Litern, wohingegen die Weintrinker nur etwa 20 Liter pro Jahr konsumieren. Vom Alkoholgehalt liegen beide also wieder gleichauf.

Die Kalorien:

Auch beim Kalorienvergleich hat das Bier zunächst die Nase vorne – ein Liter Bier hat etwa 225 Kalorien, ein Liter Wein bringt es auf stattliche 600 Kalorien. Selbst wenn es hier wieder wie ein leichtes Spiel für das Bier aussieht – die Menge macht´s.

Da Biertrinker in der Regel einfach mehr trinken, nehmen sie dann im Endeffekt häufig die gleiche Menge an Kalorien zu sich.

Was steigt schneller zu Kopf?

weinflasche-traube
© Pixabay

In einer Studie wurde herausgefunden, dass Wein schneller betrunken macht, als Bier! Bei der Studie wurde von den Probanden jeweils dieselbe Menge Alkohol in Bier und Wein getrunken. Während der Alkoholgehalt im Blut beim Wein nach gut fünfzig Minuten anstieg, stieg er beim Bier erst nach etwa einer Stunde an.

Wein steigt also schneller zu Kopf!

Gesundheitliche Aspekte:

Ein Glas Wein am Tag soll gesund sein und Bier soll bei Erkältungen helfen, auch diese Sprüche sind den meisten bekannt, was ist aber dran? Welche positiven Eigenschaften haben die beiden?

Wein Bier
Enthält Antioxidantien , die die Zellen schützen und Arterienverkalkung vorbeugen Enthält mehrere Vitamine, wie B12 und B6
Soll sich positiv auf die Knochendichte auswirken Wirkt sich positiv auf den Elektrolytgehalt des Körpers aus – Bier enthält z.B. Magnesium und Folsäure

Die erwähnten positiven Antioxidantien beim Wein, sind dabei jedoch hauptsächlich im Rotwein zu finden, weshalb, wenn überhaupt, auch nur diese Weinsorte empfohlen wird. Im Bier und im Weißwein, sind zwar auch Antioxidantien zu finden, jedoch bei weitem nicht so viele, wie im Rotwein.

Die Qualität des Rotweins spielt dabei übrigens nicht wirklich eine tragende Rolle. Ob der Wein also im Eichenfass oder im Stahlfass ausgebaut wurde, ist zumindest im Aspekt auf die positiven gesundheitlichen Eigenschaften eher unwichtig – beim Geschmack ist das natürlich etwas ganz Anderes!

Der Sieger?

Es gibt ihn nicht! Beides kann man nicht wirklich als Heilmittel bezeichnen und auch beim Kater am nächsten Tag, leisten beide eher einen negativen Beitrag. Beim Bier - wie auch beim Weintrinken sollte es einzig und allein auf den Genuss ankommen.

Und um zu genießen, wählt man ganz einfach das, was einem besser schmeckt und nicht vergessen:

Nur in Maßen!

Übermäßiger Alkoholkonsum ist einfach ungesund und hier spielt es keine Rolle, ob es sich um Wein, Bier oder Schnaps handelt. Bei allen positiven Eigenschaften unserer zwei Konkurrenten - die negativen Eigenschaften des Risikofaktors Alkohol überwiegen bei beiden. Zu viel ist also immer schädlich und unser Körper weißt uns ja mit den typischen Katerbeschwerden darauf hin, dass man ihm am Tag zuvor wohl nichts Gutes getan hat!

Also ein Gläschen hier und da sei jedem gegönnt – es sollte jedoch immer der „Genuss in Maßen“ im Vordergrund stehen und für alle Autofahrer – das Auto sollte nach Alkoholgenuss immer stehen bleiben, der Alkohol ist im Blut, da hilft auch kein starker Espresso !

Schon gesehen?

Facebook