Volbeat mit ihrem Album- Seal The Deal & Let's Boogie

Volbeat

Volbeat sind zurück: Am 3.6. erschien ihr insgesamt 6. Album »Seal The Deal & Let’s Boogie«

Volbeat- Seal The Deal & Let's Boogie
© Universal Music

»Devil’s Bleeding Crown«, der Opener des neuen Volbeat-Albums »Seal The Deal & Let’s Boogie« ist erst einige Töne alt, da hält es einen schon nicht mehr auf dem Stuhl. Diese bedrohlich fauchenden Gitarren, das stakkatohaft nach vorne preschende Schlagzeug, Michael Poulsens Signature-Vocals, schließlich die Eruption in einen dieser absolut unwiderstehlichen Volbeat-Refrains: Ein Instant-Hit allererster Güte!

Die beste Nachricht also gleich zu Beginn: Volbeat sind wieder da, und sie machen keine Gefangenen. Über die Jahre haben die Dänen einen unverwechselbaren Sound kreiert. Es gibt niemanden da draußen, der auf ähnlich mitreißende Weise Metal und Rock’n’Roll mit hymnischen Chören verbinden kann. Ein Konzept, dem Volbeat eine einmalige Karriere mit Millionen verkauften Alben und unzähligen Auszeichnungen verdanken. Nicht nur in Europa, auch in den USA gelang ihnen längst der ganz große Durchbruch, für eine europäische Band immer noch eine absolute Seltenheit.

Das alles könnte aber nicht funktionieren, wenn Volbeat sich nicht immer wieder hinterfragen und stetig weiterentwickeln würden. Aus der vermeidlichen Diskrepanz zwischen internationalen Arena-Tourneen und der Abgeschiedenheit ihrer dänischen Heimat schöpfen Volbeat ihre Kraft. Das war auch jetzt wieder so, als es an die Produktion von »Seal The Deal & Let’s Boogie« ging. »Das neue Album wäre nicht so stark, wie ich es finde, wenn wir uns nicht die nötige Ruhe dafür genommen hätten«, sagt Michael Poulsen. »Wir haben alles ausgeblendet und uns ein halbes Jahr komplett auf auf diese Platte konzentriert – was im Ergebnis dazu führt, dass wir wirklich sehr zufrieden mit ihr sind.«

Produziert wurde »Seal The Deal & Let’s Boogie« abermals in den Hansen-Studios zu Ribe, der ältesten Stadt Dänemarks. Erneut mit Hansen als Koproduzent, begaben sich Volbeat in eine achtwöchige Klausur. Vorangegangen war eine längere Vorbereitungsphase, in der die Musiker Demos hin- und herschickten oder sich Riffs und Melodien am Telefon vorspielten. Natürlich kommen die meisten Ideen immer noch von Michael Poulsen, aber insbesondere der US-Gitarrist Rob Caggiano ist zu einer unerlässlichen Stütze geworden. »Inzwischen haben wir uns besser kennen gelernt und sind darüber Freunde geworden«, sagt Caggiano, der 2013 zunächst als Co-Produzent von »Outlaw Gentlemen & Shady Ladies« zu Volbeat gestoßen war und danach die damals vakante Position des zweiten Gitarristen übernommen hat.

Der erste Song für »Seal The Deal & Let’s Boogie« war das eingangs erwähnte »Devil’s Bleeding Crown«. »Ich bin sehr stolz auf die Nummer, ›Devil’s Bleeding Crown‹ ist zu hundert Prozent Volbeat«, sagt Michael Poulsen. Der Song war gewissermaßen der Pflock, den man in die Erde rammt, von da aus ging es weiter in zahlreiche Richtungen. So erfüllte sich der erklärte Gospel-Fan Michael Poulsen einen langgehegten Traum: »Goodbye Forever« nahmen Volbeat in den Germano Studios zu New York gemeinsam mit dem legendären Harlem Gospel Choir auf. »Ich bin nicht besonders religiös«, sagt Poulsen, »aber ich liebe die Musikalität und die stimmliche Kraft des Gospels.«

Auch auf der ersten Single, dem gemeinsam mit dem alten Freund Johan Olsen in einer dänischen und in einer englischen Version aufgenommenen »For Evigt«, schimmert die große Liebe des Michael Poulsen zu den uramerikanischen Stilen mittels eines Bluegrass-Pickings durch. Schon immer verstand es dieser Mann, seine Begeisterung für Country, klassischen Rock’n’Roll und jetzt eben Gospel mit seinen Metal-Wurzeln zu verweben – und so den ganz besonderen Volbeat-Sound überhaupt erst zu entwickeln.

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