Winnetou lebt!
Karl May im Kino
Die Verfilmungen der Abenteuer von Winnetou und Old Shatterhand genießen heute absoluten Kultstatus. Sie gehörten zum Pflichtprogramm ganzer Generationen von Kindern und Jugendlichen. Sieht man sie heute noch einmal, tut man dies zwar mit anderen Augen und nicht ohne zu schmunzeln - aber satt sehen kann man sich an diesem Stoff nicht!
Auch die Entstehung der Filmreihe ist kurios. Die Idee zur Verfilmung stammt angeblich von dem 11-jährigen Sohn des Produzenten Horst Wendlandt, den "Wilden Westen" fand man in Jugoslawien und Winnetou wird von einem Franzosen - dem bis dahin weitgehend unbekannten Pierre Brice - gespielt! Der Erfolg des ersten Films, "Der Schatz im Silbersee", war 1962 überwältigend. Fortan wurden zwei Filme pro Jahr gedreht. Mit dem Tod von Lex Barker, dem Darsteller von Old Shatterhand, fand der Boom um die Karl May Verfilmungen allmählich sein Ende.
Unsere Auswahl: Die besten Filme
1962: Der Schatz im Silbersee
In einer Grotte am Silbersee ist ein sagenhafter Schatz verborgen. Der skrupellose Brinkley hat durch einen Mord die Hälfte der Schatzkarte an sich gebracht. Die zweite Hälfte ist auf der Farm der Pattersons - und Brinkley ist mit seiner Bande schon auf dem Weg. Durch mutiges Eingreifen kann Winnetou Schlimmeres verhindern. Doch Brinkley gibt nicht auf. Er bringt die Utahs gegen Old Shatterhand und Winnetou auf, um so Zeit zu gewinnen. Doch am Silbersee kommt es zum Showdown.
1963-1965: Die Winnetou-Trilogie
1964: Unter Geiern
Auf ihrem Weg nach Arizona werden weiße Siedler von den "Geiern", einer Banditenbande, ausgeraubt. Als die Wegelagerer die Farm des Siedlers Baumann überfallen, lenken sie geschickt den Verdacht auf die Shoshonen. Baumann greift daraufhin deren Häuptling an - die "Geier" haben ihr Ziel erreicht. Doch dank Winnetous Vermittlungsgeschick erkennen Baumann und die Shoshonen bald, wer ihr wahrer Feind ist. Zusammen mit Old Surehand versucht Winnetou, die "Geier" zu stellen.
1965: Der Ölprinz
Als ein Gauner, genannt "der Ölprinz", eine nicht existierende Ölquelle am Shelly-See verkaufen will, kommt ihm ein Siedlertreck in die Quere. Um sein Geschäft dennoch durchziehen zu können, ermordet er den Sohn von Häuptling Mokaschi und lenkt den Verdacht auf die Weißen. In einem Wettlauf mit der Zeit versuchen Winnetou und Old Surehand, den Schurken zu fassen. Nur in allerletzter Sekunde gelingt es ihnen, einen Krieg zwischen Weißen und Indianern zu verhindern.
1965: Old Surehand
Mit seinem Freund Winnetou ist Old Surehand einer Bande skrupelloser und mordlustiger Eisenbahnräuber auf der Spur. Diese versuchen, einen Krieg zwischen den Komantschen und den Weißen zu schüren, um aus den Unruhen durch Waffenlieferungen Kapital zu schlagen: Als sie den Sohn des Komantschen-Häuptlings töten, will dieser hasserfüllt das Kriegsbeil gegen die Weißen ausgraben. Doch Old Surehand und Winnetou versprechen dem Häuptling, den Mörder seines Sohnes zu finden.
1966: Winnetou und sein Freund Old Firehand
Winnetou gerät mit Stammesbrüdern in einen Hinterhalt des skrupellosen Bandenführers Silers. Sie können sich in ein nahes Städtchen retten, wo Silers' jüngerer Bruder gerade verhaftet wurde. Silers verlangt dessen sofortige Freilassung - sonst wird er blutige Rache nehmen. Aber Winnetou und sein alter Freund Old Firehand, der zufällig in dem Städtchen weilt, wollen sich den Unholden nicht beugen. Mit Sergeant Mendoza und dem Engländer Ravenhurst bilden sie eine Bürgerwehr.
1966: Winnetou und das Halbblut Apanatschi
Apanatschi, die Tochters eines Weißen und einer Apachin, bekommt von ihrem Vater eine Goldmine geschenkt. Doch auch die berüchtigte Curly Bill-Bande ist hinter dem Gold her und entführt Apanatschi und ihren kleinen Bruder Happy. Apanatschis Verlobter Jeff ruft Winnetou und Old Shatterhand zu Hilfe, um den Gangstern das Handwerk zu legen. Es gelingt, Apanatschi und ihren Bruder zu befreien und zur Sicherheit ins Lager der Apatschen zu bringen. Aber Curly Bill gibt nicht auf.







































