Schon früher war Roman Polanskis Leben nicht einfach: Als Jude musste er mit seiner Familie immer wieder vor den Nazis fliehen. Seine Mutter jedoch überlebte die Verfolgung nicht.
Nach seinem Studium an der Filmschule von Lodz, drehte er einige erfolgreiche Kurzfilme, wie "Das Messer im Wasser". Daraufhin entschied er sich, seine Karriere in den USA fortzusetzen.
Dort hatte er großen Erfolg mit dem Film "Tanz der Vampire", in dem seine damalige Frau Sharon Tate mitspielte. Doch auf den Höhepunkt folgte ein Tiefschlag: Tate wurde von einer satanistischen Gruppe brutal ermordet.
Als sich Polanski nach diesem Schock wieder halbwegs berappelt hatte, holten ihn seine eigenen Schandtaten ein. Er wurde 1977 der Vergewaltigung eines 13-jährigen Mädchens angezeigt. Daraufhin floh er nach Frankreich, um der drohenden Strafe zu entgehen.
Seinen persönlich größten Erfolg feiert er 2002 mit dem Film "Der Pianist". Hierfür bekommt er eine Goldene Palme und endlich auch den ersehnten Oscar für die beste Regie.
Doch Polanski wäre nicht Polanski, wenn es danach nicht einen erneuten Rückschlag gegeben hätte. Als er 2008 in die Zürich reist, um auf dem dortigen Filmfestival einen Preis für sein Lebenswerk entgegen zu nehmen, wird er schon auf dem Flughafen verhaftet und entgeht nur knapp der Auslieferung an die USA.