Endlich mal ein Film der sich etwas traut. Die Low-Budget-Produktion mit Chris Evans nimmt die Pharmaindustrie und deren Lobby ins Visier. Im Zentrum steht die Problematik der großen Infektionsgefahr, die in Krankenhäusern von benutzen Spritzen ausgeht. Nebenbei beweist Chris Evans als drogensüchtiger Anwalt, dass er nicht nur als Action-Held ("The Fantastic Four", "Captain America), überzeugen kann.
Handlung
Mit unkonventioneller Arbeitsteilung hat das Anwaltsduo Danziger und Weiss, der eine akribischer Streber, der andere genialer Gefühlsmensch, hohes Renommee erworben, als man vom Fall einer Krankenschwester und Jungmutter hört, die sich wie so viele andere tödlich an einer schmutzigen Nadel infizierte.
Das hätte nicht sein müssen, weil es längst Nadeln gibt, die solchen Unfällen vorbeugen. Doch um Kosten zu sparen, verweigert die Industrie ihre Einführung. Grund genug für die Anwälte, den Pharmakonzernen mal auf die Finger zu sehen.
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Facts & Trivia
Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit und wurde von den echten Anwälten "Weiss" und "Danziger", die für die Filmcharaktere Pate standen, unterstützt. Sie kamen mit der Thematik in Berührung als sich ein Erfinder an sie wandte.
Er hatte eine Sicherheitsnadel erfunden, die unbeabsichtigte Infektionen durch Nadelstiche verhindert, wie sie in den USA leider immernoch Gang und Gebe sind. Tausende Krankenhausmitarbeiter infizieren sich dort auf diese Weise jährlich mit HIV oder Hepatitis C. Der Durchbruch für seine Erfindung wurde allerdings von großen Pharmakonzernen sabotiert, die exklusive Belieferungsverträge mit Krankenhäusern unterhielten und an der Einführung einer neuen, sichereren Nadel kein Interesse hatten.
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Die kultigste Szene:
Ein Krankenhaus-Verwalter sitzt hinter seinem Schreibtisch. Ihm wird ein neues Produkt vorgestellt, eine Nadel, die verhindert, dass man sich mit ihr versehentlich stechen und Infektionen einholen kann. Seine Antwort:
"Ich will nicht, dass sie dieses Produkt meinen Krankenschwestern zeigen, denn sie werden es haben wollen, aber ich kann es ihnen nicht geben."
In dieser Szene wird das ganze Dilemma deutlich, das den ganzen Film durchzieht: Es gibt ein Problem, das sogar Todesopfer fordert, es gibt auch eine einfache Lösung, aber die ist nicht erwünscht, weil sie den finanziellen Interessen von riesigen Pharmakonzernen schadet.



















