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Challenge - Einfach mal gefragt: Warum sollen wir Sie wählen?

am 6. September 2009 um 11:55 Uhr bei kabel eins

Petra Gross, Werner Freudenstein und Josef Ströbl sind Mitglieder von "Mensch zuerst", einer Organisation von Menschen mit Lernschwierigkeiten, und sie sind Reporter. Die Bezeichnung "geistig behindert" lehnen sie ab. Zur Bundestagswahl 2009 sind sie für die abm - die Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien - unterwegs und befragen spontan und direkt die führenden Politiker zu den aktuellen Themen ...

Die Reporter im Überblick

© kabeleins

Petra Groß

Petra Groß hat sich in den letzten Jahren mit vielfältigen Aktionen und Vorträgen immer wieder für eine leichte Sprache eingesetzt. So hat sie in Kassel zusammen mit der heutigen Bundestagsabgeordneten Nicole Maisch und Josef Ströbl von Mensch zuerst einen Antrag für das Stadtparlament für Informationen in leichter Sprache entworfen, der auch verabschiedet wurde.

Zudem setzt sie sich schon lange für die Schaffung von Frauenbeauftragten in Werkstätten und Wohnheimen als Ansprechpartnerin für behinderte Menschen ein. Petra Groß kämpft zusammen mit den Aktiven von Mensch zuerst für die Abschaffung des Begriffes "geistig behindert".

Ihr Engagement wurde im letzten Jahr mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt: Als erste Frau mit Lernschwierigkeiten erhält sie im Januar 2008 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

© kabeleins

Josef Ströbl

Josef Ströbl freute sich, dass damit auch das Thema leichte Sprache aufgewertet wird. Josef Ströbl vom Netzwerk Mensch zuerst setzt durch sein konsequentes Eintreten für leichte Sprache schon lange wichtige Akzente.

Auch 2004 war er für die abm im Einsatz – und auch damals führte er Interviews mit Spitzenpolitikern. Dies brachte ihn nicht nur mit Edmund Stoiber, Angela Merkel und Gerhard Schröder ins Gespräch. Dieses Filmprojekt brachte ihn auch auf die Titelseite des Magazins der Süddeutschen Zeitung.

Susanne Göbel, die als Unterstützerin beim Netzwerk Mensch zuerst viel mit Josef Ströbl zusammen gearbeitet hat, charakterisiert ihn so: Josef Ströbl steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden. So leicht bringt ihn nichts aus der Ruhe. Bei Herausforderungen überlegt er gerne erst ein- oder zweimal, was zu tun ist und erst wenn für ihn ein Lösungsweg in Sicht ist, macht er sich beharrlich und unbeirrt daran, diesen Weg auch zu gehen. Ein Zurück gibt es für ihn dann nur selten.

© kabeleins

Werner Freudenstein

Auch Werner Freudenstein kommt wie Josef Ströbl aus Hofgeismar in Nordhessen und arbeitet dort als Lagerist in den Baunataler Werkstätten.

Er gehörte ebenfalls schon vor 5 Jahren zum Reporterteam der abm, das Spitzenpolitiker befragte. Er erwies sich als gewiefter Interviewpartner als er die damalige CDU-Vorsitzende Angela Merkel fragte, ob sie nicht genau wie er in einer Art beschütztem Wohnen lebt – allein durch die Anwesenheit ihrer Sicherheitskräfte ...

Wie seine Kollegen setzt er sich unermüdlich und mit Nachdruck für die Belange von Menschen mit Lernschwierigkeiten ein. Renate Künast traf er schon einmal. Vor einigen Jahren überreichte er der damaligen Verbraucherschutzministerin ein vom Netzwerk erstelltes Wörterbuch in leichter Sprache.

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