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Home > Auto > Tuning > Mustang Umbau Arbeitsschritte

Ford Mustang Tuning: Die Arbeitsschritte

Das Finale, 24. Mai 2008

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Letzte Woche haben die Jungs vom Classic Mustang Shop unserem Prachtstück von Achtzylinder den letzten Schliff verpasst. Außerdem widmete sich Sattler-Meister Rainer Kutterer dem Mustang-Gestühl. Und: zurück zu altem Glanz. Schicke Chromteile bringen den Ford wieder zum Funkeln.

© kabel eins

Unser Pony wird frisch "gesattelt": unsere neu bezogenen Sitze kommen in den Mustang. Die Polsterung ist nun spürbar straffer ausgelegt, außerdem sind die Sessel besser ausgeformt – das soll künftig auch im Fond mehr Seitenhalt liefern.
Der Mustang bekommt auch eine neue Kapuze: Verdeck-Spezialist KHM in Esslingen schneiderte dem Mustang ein Sonnenland-Verdeck auf den Leib – oder besser: "aufs Gestänge". Nach dem Anzeichnen muss der Verdeckrohling wieder runter, um die Spanngurte an die Spriegel zu tackern.

Sie halten die Spriegel in Position und schützen die Verdeckhaut vor der Gestängemechanik. Im Gestänge selbst sorgen Spannseile dafür, dass die Gummidichtungen auch bei hohem Tempo fest auf den Seitenscheiben aufliegen. Die "Kunst" bei der Anpassung liegt in der richtigen Spannung des Materials. Wenn es an der B-Säule befestigt wird, ist es schließlich auch faltenfrei.

Wie beim originalen Vinyl-Verdeck unseres Mustang bekommt auch die neue Stoff-Kapuze eine Heckscheibe aus Glas. Die Textil-Kapuze steht dem Wildpferd ausgesprochen gut. Zwei Tage dauerte die Anpassung, rund 20 Stunden an Sattlerarbeiten und 2.500 Euro stecken in der exklusiven Maßanfertigung.

Zurück in Rheinmünster: ein großer Moment naht. Heute soll der Achtzylinder zünden. Das Pony gibt Laut - und wie! Mit der Stroboskop-Lampe wird anhand der Skalierung auf der Riemenscheibe geprüft, ob es zur richtigen Zeit funkt - alles bestens. Die Leerlaufdrehzahl bestimmt auch, ob genügend Drehmoment zum Anfahren bereitsteht.

Dann kommt die Kohlenmonoxid-Sonde ins Endrohr. Über die CO-Schraube wird das Gemisch, auch zur besseren Kühlung, etwas fetter eingestellt. Endspurt an unserem "Schätzchen": Ricky kümmert sich um die Halteklammern für die so genannten "Rocker-Panels". Diese schicken Chromleisten an den Schwellern kosten 130 Euro das Paar und geben dem Pony den richtigen Schliff.

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Genau wie die "Style Steel Wheels" in 14 Zoll. Sie bekommen stilechte 205er Weißwand-Reifen von Cooper. Die Wuchtgewichte am Felgenrand stören nicht – ein Zierring aus Chrom wird sie später abdecken. Die Stahlfelgen in dem legendären Design waren bereits in den 60ern ein beliebtes Mustang-Accessoire. Unter der blauen Schutzschicht kommt die weiße Reifenflanke zum Vorschein. Dann noch den Chromring montieren – und das Pony trägt neue "Hufeisen" für 1.200 Euro pro Satz.

Mit Spannung erwartet – der Termin beim TÜV. Dorthin wird unser nagelneuer Klassiker allerdings "chauffiert". Vorher macht der Mustang einen letzten Boxenstopp: die edlen Holzfußmatten von Königseder-Tuning stehen zur Anprobe. Die zweite Version punktet mit integrierten Mustang-Logos. Die Passgenauigkeit der "Edel-Fußtreter" in Makassar-Furnier ist perfekt.

© kabel eins

Damit ist es vollbracht: nach 10 Wochen harter Arbeit ist unser Traum-Cabrio bereit zur ersten Ausfahrt. Erstmals seit Wochen strahlt in Rheinmünster wieder die Sonne – pünktlich zur Jungfernfahrt.

Schon nach wenigen Metern wird klar: der souveräne Achtzylinder ist ein wahrhaft würdiger Antrieb für den "Abenteuer Auto"-Mustang. In Kurven glänzt unser verfeinertes Pony-Fahrwerk mit Präzision: vor 40 Jahren hätten sich engagierte Mustang-Piloten über soviel Zielgenauigkeit gefreut.

Was vor knapp 10 Wochen noch übersäht war mit "Kampfspuren" aus vier Jahrzehnten in Kalifornien ist jetzt fit für die nächsten Dekaden auf europäischen Straßen – und zwar frischer und kräftiger denn je.
Der "Abenteuer Auto"-Mustang trägt noch über 1.000 Arbeitsstunden völlig zu Recht das Prädikat "Traum-Cabrio" und ist kein Vergleich mehr zur anfänglichen Basis.

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