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Home > Auto > Auto Tests > Audi S5 Cabrio und BMW 335i

Audi S5 Cabrio gegen BMW 335i

22. August 2009

Open Air Sport für Besserverdiener. In der offenen Version wird der S5 von einem V6 Turbobenziner mit 333 PS befeuert. Der hat mit den knapp 1,9 Tonnen Gewicht des Ingolstädters zwar keine Probleme, aber der Sound könnte prägnanter sein. Mindestens 61.400 Euro kostet der Spaß.

27 PS schwächer, dafür aber auch leichter als der Audi wuchtet der BMW335i seine Kraft an die Hinterräder. Er rangiert einen Platz unter dem Topmodell M3 und kostet mit 52.350 deutlich weniger als der Audi, allerdings bei schlechterer Ausstattung.

© Audi

Wuchtig, sportlich massiv! Im direkten Verglich wirkt der BMW neben dem S5 fast schon zierlich. Beim Audi dagegen volles Programm. Heckschürze in Difussoroptik und vier dicke Rohre zeugen von der Potenz des Ingolstädters. Der BMW mit festem Klappdach bietet bei offenem Verdeck ein schlecht nutzbares Kofferräumchen mit 210 Litern Volumen. Es ist nur für flache Taschen geeignet. Schließt man das Dach, stehen immerhin 350 Liter zur Verfügung. Der zerklüftete Kofferraum bleibt aber schlecht nutzbar. Anders im Audi. Dank Stoffdach passen selbst bei offenem Verdeck schon 320 Liter rein. Sporttaschen sind kein Problem. Die maximal 380 Liter bei geschlossenem Dach sind gut nutzbar und voll urlaubsreisetauglich. Ein weiterer Nachteil des Klappdaches. Es kann nur im Stand geöffnet oder geschlossen werden. Klarer Pluspunkt für den Audi. Hier funktioniert der Striptease bis 50 Km/h auch während der Fahrt. Wegen der komplizierten Konstruktion mit zahlreichen Motoren und komplexer empfindlicher Falttechnik muss der BMW stehen bleiben damit sich das Dach nicht verkeilt. Der Audifahrer dagegen kann auch die kurzen Pausen zwischen zwei Regengüssen offen genießen und muss bei einsetzendem Niederschlag nicht verzweifelt nach einem Parkplatz suchen.

© BMW

Wie steht es um die sportlichen Qualitäten? Unsere Redakteure fühlen den beiden auf dem Flugplatz in Mühlhausen auf den Zahn. 1. Disziplin. Der Slalom. Hier zeigt sich, wie gut Fahrwerk und Lenkung zusammen arbeiten. Auch Seitenneigung und Seitenhalt der Sitze können gecheckt werden. Im Grenzbereich beginnt der S5 zu übersteuern, lässt sich aber dank Quattro sogar aus einem 90 Grad Drift recht einfach wieder einfangen. Der Audi überzeugt im Slalom voll und ganz. Man muss es schon richtig übertreiben um das Cabrio aus der Bahn zu werfen. Das straffe Fahrwerk bietet dabei ausreichend Restkomfort für die lange Reise.

Im Grenzbereich ohne ESP gibt sich der BMW giftiger. Allerdings muss man ihn schon mutwillig provozieren. Im Alltag ist das Fahrverhalten souverän. Die Seriensitze bieten aber für sportliche Spritztouren etwas zu wenig Seitenhalt. Innen bieten beide Luxus pur. Wenn man die richtigen Kreuze in der Aufpreisliste macht. Hinten knausern sowohl BMW, wie auch Audi. Erwachsenen sind die Rücksitze nur auf Kurzstrecken zuzumuten. Ansonsten bietet der BMW die typische klare technisch kühle Anmutung. Die Bedienung gibt keine Rätsel auf. Der Testverbrauch liegt mit 11,9 Litern 2,4 Liter über der Werksangabe.


Der deutlich teurere Audi empfängt die Passagiere serienmäßig mit bequemen Sportsitzen. Der S5 gibt sich so auch im Innenraum als Spitzenmodell der Baureihe zu erkennen. Das Cockpit glänzt durch tadellose Verarbeitung und mit intuitiver Funktionalität. Beim Verbrauch dann aber die böse Überraschung. 13,2 Liter im Test und damit 3,5 Liter über der Werksangabe.

Zurück auf dem Flughafen. Die Stammtischdisziplin: Beschleunigung. Der 335i muss mit weniger Leistung auskommen, wiegt dafür aber weniger und hat statt Allrad nur Heckantrieb.

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> Zum Video

Fazit

Das BMW 335i Cabrio überzeugt mit dem geringerem Grundpreis und Verbrauchswerten. Der Motor gefällt ebenso, wie das perfekte Doppelkupplungsgetriebe. Dennoch reicht es nicht ganz.

Den Sieg fährt der Audi ein. Dank der besseren Bremsen, des gut nutzbaren Kofferraums und der praktischen Verdeckkonstruktion. Außerdem hat er Sportsitze schon serienmäßig im Gepäck.

Weitere Infos

>  www.audi.de
>  www.bmw.de
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