In das Offroad-Gelände der Firma „Pro-Log“ bei Bad Kissingen fällt eine bunte Meute ein: Ein Unimog, eine Horde Sport-Quads, dazu ein Argo-ATV und eine Enduro - unterschiedlicher geht es nicht. Doch wer liegt am Ende vorn?
Ein Unimog U1700, Baujahr `88: Er hat schon zahlreiche Rallye-Erfolge gefeiert. Das modifizierte Fahrwerk glänzt mit der enormen Bodenfreiheit von 50 Zentimetern - den legendären Portalachsen sei Dank. Das Cockpit ist auf Renneinsatz getrimmt. Acht Gänge, von denen jeder halbiert werden kann – viel Spaß beim Sortieren!
Die 50 PS-starke Husaberg FE 450 E setzt den Maßstab in Sachen Gewicht: nur 120 Kilo vollgetankt, dazu lange Federwege und Stollenbereifung. Eine einzylindrige Wettbewerbs-Enduro ohne Schnickschnack - perfekt für große Sprünge.
Mit Flugeinlagen kann das Argo nicht dienen. Dafür ist das Kult-ATV als reiner Geländegänger nicht gemacht. Die drolligen Räder übernehmen zugleich die Federung. Beim Modell „Avenger“ sind es acht an der Zahl - alle angetrieben von einem ausgeklügelten Kettensystem. Gesteuert wird per Lenker – der Gasgriff kontrolliert den V2-Motor. Mit rund 540 Kilo wiegt das Argo aber nur einen Bruchteil des Unimog.
Einzelradaufhängung vorne, dazu wieder ein kräftiger Einzylinder mit 50 PS – das Yamaha YFZ 450 gehört zur Gattung „Sport-Quad“. Merkmale: Heckantrieb und starre Hinterachse. Die schränkt zwar die Bodenfreiheit ein, dafür lässt sich genüsslich driften – aber nicht nur.
Erste Herausforderung für das ungleiche Offroad-Quartett: der 50-Meter-Sprint. Auf losem Untergrund stürmen die Leichtgewichte vorneweg. Das Fotofinish entscheidet dann die Enduro - wenn auch knapp - für sich. Deutlich abgeschlagen sind dagegen die Schwergewichtler.
Kommen wir zur Höchstgeschwindigkeit: satte 130 km/h Spitze erreicht der getunte Unimog - den 250 PS sei Dank. Mit gerade einmal 40 Sachen muss das Argo aber auch hier passen.