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Home > Auto > Auto Tests > Toyota FJ Cruiser

Toyota FJ Cruiser

20.05.06

Auch wenn sich diese drei über ein neues Gefährt freuen und er optisch gut zu ihnen passen würde. Der neue Toyota FJ Cruiser ist kein Playmobilauto. In Anlehnung an den legendären FJ40 haben die japanischen Designer eine tolle Neuinterpretation geschaffen. Leider bietet Toyota den FJ Cruiser nur auf dem nordamerikanischen Markt an.

© Toyota
Foto: © Toyota

Die Firma Extrem aus dem Landkreis Sigmaringen beispielsweise importiert und verkauft ihn ab 35.000 Euro. Einziger Motor ist ein V6-Benziner mit vier Liter Hubraum und knapp 240 PS. Je nach Ausstattung beträgt die Lieferzeit vier bis 12 Wochen. Man merkt dem Japan-Hummer (engl. Aussprache) an, dass er für amerikanische Highways gedacht ist. Das Fahrwerk ist weich und etwas unterdämpft. In Kurven und beim Bremsen wankt der Aufbau wie ein Schaukelstuhl. Mit dem laufruhigen Sechszylinder gewinnt man sicher keine Ampelduelle – wen wundert’s, bei 1,9 Tonnen Leergewicht?

Für zügiges Cruisen reicht es aber allemal. Neben einem manuellen Sechsgang-Getriebe gibt es auch eine 5-Stufen-Automatik. Die Euro4-Abgas-Norm erreicht der FJ problemlos. Mit knapp 4,70 Metern Länge und einem Meter 90 Breite ist er so groß wie sein Hauptkonkurrent, der Hummer H3. Die in die Außenspiegel integrierten Standlichtlampen sind nicht die einzigen ausgefallenen Gimmicks.

Die Hecktüren öffnen nach außen, eine B-Säule sucht man vergebens. Die Beinfreiheit ist mittelstreckentauglich, die Kopffreiheit großzügig wie in einem LKW. Zum Schließen der Türen braucht man allerdings auch Arme wie ein Trucker. Der aus dem Land Cruiser stammende V6 soll sich im FJ mit etwa 12 Litern auf 100 Kilometern begnügen. Zusätzlich kann eine 70-Liter-Autogas-Anlage nachgerüstet werden. 3.000 Euro kostet der Umbau, inklusive Adapter für deutsche Tankstellen. Mit einer Geländeuntersetzung auf allen Gängen, sowie einer Mittel- und Hinterachsdifferenzialsperre ist er für hartes Terrain gut gerüstet. Eine spezielle Offroad-Traktionskontrolle regelt bei zu viel Schlupf noch aggressiver und sorgt so für mehr Bodenhaftung.

Toyota FJ Cruiser

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Leiterrahmen vom Land Cruiser

Aufgebaut ist der FJ Cruiser auf einem Leiterrahmen, der vom Toyota Land Cruiser adaptiert wurde. Vorne verfügt er über Einzelradaufhängung mit Doppelquerlenkern, hinten arbeitet eine stabile und verschränkungsfreundliche Starrachse. Dank des großvolumigen Hubraums erklimmt der Japaner schon kurz oberhalb der Standgasdrehzahl selbst größere Steigungen. Unser Gesamt-Eindruck vom FJ Cruiser ist positiv. Er verfügt über gute Offroadqualitäten und ein wirklich tolles Design. Wir würden uns aber über ein Europa-Set-Up freuen, bestehend aus einem strafferen Fahrwerk und einem Dieselmotor.

Toyota FJ Cruiser

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