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Jeep Grand Cherokee gegen Range Rover Sport und BMW X3

18.02.06 - (1/2)

Wie weit ist es her mit dem Sportlergenen dieser Großraum-Ladekünstler? Das wollten wir angesichts des neuen Jeep Grand Cherokee wissen. Seine Kontrahenten bei uns: der BMW X3 und ein Range Rover, bei dem der Sport ebenfalls Programm sein soll. Er ist der Neue im Revier – und er versucht den Spagat zwischen Offroader und sportlichem Reisebegleiter. In unserem Vergleich stößt der Jeep Grand Cherokee auf zwei Europäer; den bekanntermaßen dynamischen BMW X3 und den Range Rover Sport. Zwei harte Gegner im schwer umkämpften SUV-Segment.

© Jeep
Foto: © Jeep

Jeep Grand Cherokee

Der Grand Cherokee wird von einem 3-Liter-Common-Rail-Diesel angetrieben. Das 218-PS-Triebwerk stammt von Mercedes und arbeitet auch in der aktuellen M-Klasse. Geschaltet wird allerdings mit einer Fünf- statt einer Siebengang-Automatik. Der Einstieg in den "american way of drive" beginnt bei 42.900 Euro. Unamerikanisch geht’s voran. Statt weichen Dahinschwimmens gibt’s eine straffe Abstimmung mit immer noch guten Komforteigenschaften.

Verantwortlich dafür ist ein komplett neu entwickeltes Fahrwerk. Zwar blieb es hinten bei einer Starrachse, vorne bekam der Jeep jedoch erstmalig Einzelradaufhängung. So gerüstet gibt der Amerikaner ein recht passables Bild im Slalom ab. Die Lenkung ist präzise und verhärtet nicht. Leider fehlt es den Sitzlehnen am nötigen Seitenhalt. Böse Überraschung beim Bremstest. Schon nach dem fünften Versuch wird das Pedal so weich, dass das ABS nicht mehr regelt. Resultat ist ein Bremsweg von durchschnittlich über 41 Meter. Mindestens drei Meter schlechter als die Konkurrenz

© Land Rover
Foto: © Land Rover

Range Rover Sport

Die kommt aus britischem Hause und trägt die Sportlichkeit schon im Namen. Unter der Haube des Range Sport werkelt ein 2,7 Liter-Turbodiesel mit 190 PS, der allerdings mit 2,5 Tonnen Lebendgewicht kämpfen muss. Die Basisversion kostet „sportliche“ 49.350 Euro. Schon nach den ersten Metern wird klar: der Namenszusatz Sport ist hier fehl am Platze. Stattdessen gleitet man angenehm und komfortabel über sämtliche Bodenunebenheiten. So hoch über den Dingen wie im Range sitzt man in keinem unserer Vergleichskandidaten. Der Sprint von Null auf 100. Die 190 Pferde haben Mühe, die 2einhalb Tonnen in Schwung zu bringen. Zäh klettert die Nadel gen 100. Erst nach 12,4 Sekunden hat sie’s geschafft.

© BMW dpa
Foto: © BMW dpa

BMW X3

In einer ganz anderen Liga spielt der BMW X3. Sein durchzugsstarker Reihensechszylinder mit drei Liter Hubraum bringt es auf 218 PS. Mit einem Leergewicht von knapp 1,9 Tonnen ist er der Leichteste im Test. Grundpreis: 42.150 Euro. Der X3 ist der Dynamiker unseres Trios. So schön sich der straff gefederte BMW über glatte Asphaltpisten scheuchen lässt, so unangenehm beantwortet das Fahrwerk Bodenwellen mit kurzen, nervigen Stößen. Der Spurt ist dagegen die Paradedisziplin des Bayern. Von Null auf 100 jagt der X3 in nur 7,6 Sekunden. Die 6-Gang-Automatik schaltet dabei schnell und mit guten Anschlüssen. Durch die Pylonen eilt der BMW mit einer für SUV-Verhältnisse untypischen geringen Wankneigung.

Weiter im Test ...

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