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Home > Auto > Auto Tests > Triumph Spitfire

Triumph Spitfire

26.11.05

© Axel Maier Wanner
Triumph Spitfire

Es gibt Autos, die im Lauf der Jahre einen rasanten Imagegewinn hinlegen. Zum Beispiel der Spitfire von Triumph. In den 70ern wurde er als billige und unzuverlässige Studentenkiste bespöttelt – heute ist er Kult. Insgesamt war der Spitfire eine Erfolgsstory. Über 300-tausend mal wurde er gebaut . 1980 rollte der letzte vom Band. Da er auch bei uns relativ gut verkauft wurde, gibt es immer noch viele auf dem Markt – und das zu sehr erschwinglichen Preisen. Doch wer sich für einen Spitfire interessiert, sollte sich gut informieren und genau hinsehen.

Spitfire-Besitzer sind eine ganz besondere Spezies. Während Sammler anderer Oldtimer ihre Prachtstücke oft nur zu besonderen Anlässen bewegen, müssen die kleinen Triumph-Roadster meist bei Wind und Wetter raus.

Auch der 1500er von Ulrich Feldkamp bewährt sich seit Jahren im Alltag. Äußere Perfektion ist nicht seine Sache – dem Ingenieur kommt es eher drauf an, dass die Technik perfekt funktioniert. Er ist Clubmitglied und Experte in Sachen Spitfire.
Ulrich Feldkamp: „Es gibt die unterschiedlichsten Fahrzeuge, von sehr schlecht bis top ... man muß schon sehenden Auges in einen Kauf gehen.“

Wo immer sich Spitfirefans treffen – die Neugier der Passanten ist ihnen sicher. Je mehr Exemplare, desto nostalgischer: manchmal schwebt gar ein Hauch von „Swinging London“ über der Szene. Wer einen Spiti – wie er von seinen Besitzern liebevoll genannt wird – fahren will, der sollte in gewissem Maß leidensfähig sein und sich Mechanikerqualitäten aneignen. Doch die Spitifans leiden gerne. Auf allen Treffen werden immer wieder die typischen Macken diskutiert. Dank der einfachen Konstruktion des Briten sind sie meist auch selbst zu beheben. Während Besitzer teuerer Autoklassiker meist restaurieren lassen, schraubt hier fast jeder selbst.

Die Premiere 1962

Bei seiner Premiere 1962 erregte der Spitfire großes Aufsehen. Er sollte den Erzrivalen MG Kunden abjagen, was er auch schaffte. Mit knapp 650 englischen Pfund war er zudem noch recht günstig.

In 18 Jahren Bauzeit wurde am Spitfire nur wenig verändert -- abgesehen von einem größeren Facelift Anfang der 70er. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Varianten und drei Motoren. Vom Mark 1 mit 1,2 Liter Hubraum und 63 PS bis zum 1500er mit zirka 70 PS. Aber die haben es bei einem Gewicht von nicht einmal 800 Kilo in sich.

Nur für Bastler

Sein aktuelles Projekt: Ein Totalumbau. Aus dieser völlig entkernten Karosserie soll einmal ein top-restaurierter Spitfire mit wesentlich mehr Leistung entstehen. Das heißt: ein stärkerer Motor und das passende Getriebe - aber auch aus dem Hause Triumph. Mindestens zwei Jahre Arbeit und etliche tausend Euro wird Ulrich Feldkamp hier noch versenken.

Noch immer sind Spitfires günstig zu haben. Aber man sollte sich vor der Anschaffung gut beraten lassen. Wer nicht die Katze im Sack kaufen will, sollte sich an einen Club wenden.
Feldkamp: „..wir bieten eine Kaufberatung an.... Clubmitglied fährt mit und berät den Käufer ... Teile gibt es eigentlich noch alle....“

Spitfires sind schon ab zweitausend Euro auf dem Markt. Für Top-Exemplare sind auch schon mal 10 bis 15-tausend Euro fällig. Die Lust zum Schrauben und Tüfteln sollte man aber mitbringen. Dafür lernt man eine Szene kennen, die so ganz anders ist als bei vielen anderen Oldtimer-Sammlern. Und man bekommt einen kultigen kleinen Roadster, der einen das unbekümmerte Flair der 60er und 70er spüren läßt und der bei guter Pflege durchaus alltagstauglich ist.

Weitere Informationen

>  www.triumph-spitfire.de
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