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Es röhrt kräftig rund um Bristol
Nein: kein brunftiger Hirsch - sondern schlicht und einfach das sprintstärkste Serienauto der Welt: Ein Fahrzeug wie ein Geschoss: der Ariel Atom. Gerade mal 500 kg leicht. Keine Türen, keine Windschutzscheibe. Dafür 300 PS. Fahrspaß Made in England. Ca. 200 Meilen westlich von London ist der Atom zu Hause. Ebenso wie sein geistiger Vater. Simon Saunders war KFZ-Designer für General Motors und Aston Martin. Bis er begann, für seinen Traum zu arbeiten: Simon Saunders, Atom-Konstrukteur: "Um so was zu planen, musst Du ein Träumer sein. Wenn Du es wirklich bauen willst, solltest Du schon mit beiden Beinen auf dem Boden stehen".
Ursprünglich konnten wir uns alles Mögliche vorstellen: 3 Räder, 4 Räder, 5 Räder, 6 Räder; das Ganze für eine, zwei oder auch drei Personen. Motor vorne, hinten an der Seite, untendrunter. Die Hauptschwierigkeit war einfach, das Ganze erschwinglich zu machen - zudem legal und sicher. Und nicht zuletzt so, dass es die Leute dann auch kaufen. Das Ergebnis ist in unseren Augen eigentlich ziemlich konservativ - auch wenn es eher futuristisch als retro wirkt." 5 Mechaniker sorgen heute dafür, dass monatlich 6 Atoms vom Band - oder besser gesagt, vom Ständer rollen. In Handarbeit, versteht sich.
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Komponenten aus aller Welt
Der 79 kg schwere Rahmen stammt aus England. Den Motor importiert Simon dagegen aus Japan. Normalerweise verrichtet der 2-Liter-4-Zylinder im Honda Civic Type R seinen Dienst. Ein Jackson-Kompressor aus Kalifornien verhilft den 220 Stamm-PS im Atom allerdings zu brachialen 300 - und die wollen gut verankert sein. "Das Chassis ist aus Stahl - und das bedeutet: es ist sehr stabil, einfach zu reparieren -und trotzdem billig. Man sitzt in einem sehr festen Rahmen, der das Auto sehr sicher macht. Einzigartig sind beim Atom die innen liegenden Federbeine wie in einem Formel 1 -Auto. Die Federung funktioniert mittels Push-Rods -- so dass das Federbein hier oben liegt.
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Auch die Lenkung ist aus dem Rennsport - sie ist unglaublich direkt. Allerdings gibt es weder Servounterstützung noch irgendwelche anderen elektronischen Helferchen.
Dieses Auto musst Du fahren - es fährt sich sicher nicht von selbst." Konservativ nennt Simon Saunders sein Atom-Design. Wir sind anderer Meinung. Wie ein Reptil kauert die Konstruktion auf dem Asphalt - 120 cm Gesamthöhe garantieren einen niedrigen Schwerpunkt. Statt Türen und Seitenverkleidung gibt es hinten breite 225er Schlappen im 16-Zoll-Format. Die versprechen Traktion ohne Ende... und die Scheinwerfer lange Diskussionen mit dem deutschen TÜV! Spartanisch auch der Innenraum. Gangschaltung, Handbremse, Pedale, ein Lenkrad. Und ein Starterknopf. Und das alles reicht völlig.
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Ariel Atom
Hersteller: Ariel
Typ: Atom
Motor: 2-Liter-4-Zylinder
Leistung: 300 PS
Maße: H 1,20 m
Von 0 auf 100: 2,9 Sek
Preis*: 56.000 Euro
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Fahreigenschaften und Preis
Der Atom fährt nicht an - er katapultiert seinen Fahrer nach vorne. Sensationelle 2,9 Sek. dauert der Hunderterspurt laut Hersteller - über eine Sekunde weniger als ein Porsche Carrera GT oder ein McLaren SLR. "Er schlägt die richtig teuren Sportwagen in ihrer Paradedisziplin - sprich Beschleunigung.
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Fazit
Er ist schneller als ein Ferrari, ein Lamborghini oder ein Pagani. Und jeder kann ihn sich leisten!" Jeder? Naja ... Stolze 56.000 Euro kostet das 300-PS-Top-Modell. Viel Geld für einen kompromisslosen Sportwagen mit durch und durch britischem Selbstverständnis. Simon Saunders: "Bis so ein Auto fertig ist, wirst Du wahnsinnig. Aber was soll's: uns ist egal, was der Atom nicht hat. Wichtig ist: alles was dran ist, ist perfekt." Eine Philosophie, die Simons Kunden überzeugt. Die Wartezeit auf einen Atom beträgt mittlerweile 8 Monate. Nur in Deutschland hat er bisher kaum Interessenten gefunden - abgesehen vom Volkswagen-Konzern. Der hat eines der ersten Modelle gekauft - aus Interesse, wie es hieß.
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