Optischer Urahn der Forty Eight: die deutsche DKW 125 RT aus den 40er Jahren. Sie galt als günstiges, schnelles Volksmotorrad. Danach strebt auch die '48: Für Harley-Verhältnisse sind die 10600,- € schon fast ein Schnäppchen.
Die Federung ist tatsächlich so hart, wie das tiefer gelegte Fahrwerk vermuten lässt. Doch mit vorverlegten Fußrasten 71 cm tief über dem Asphalt surfen zu können, macht das mehr als wett.
Drehzahlmesser? Fehlanzeige. Im Tachometer ist wahlweise eine Digitaluhr, ein Kilometer- oder ein Etappenzähler (extrem wichtig bei der geringen Reichweite) zu sehen.
Die Ein-Scheibenbremse vorn verzögert kräftig, ohne dass man für ihre Handhabung viel Kraft braucht. An die sehr effektive hintere Bremse sollte man wegen der Gewichtsverteilung auch immer denken.
Die Sporty ist mit sogar mit einer Wegfahrsperre und automatischer Blinkerrückstellung ausgerüstet. Leider fühlen sich die Blinkerschalter selbst ziemlich schwammig an.
Die Forty Eight ist druckvolles Frauen- und Männermotorrad zugleich. Ihr Bodymass Index, errechnet aus 260 Kilo Gewicht und 1200 ccm Hubraum, lässt die meisten Big Twins ziemlich alt aussehen.
Besonders elegant: Der 7,95 Liter fassende Peanut Tank von 1957. Mit ihm kommt man aber nur maximal 140 Kilometer weit. Nach 100 Kilometer warnt die Reserveleuchte im Tachometer.
Die Sportster Forty Eight bleibt trotz ihrem dicken 16'' Vorderrad sehr handlich. Der Serienreifen bleibt in Kurven und selbst bei Nässe souverän am Asphalt kleben.
Der luftgekühlte 1200er Sportster Evolution Motor mit elektronischer Einspritzanlage ist vielseitig. Mal blubberndes Cruisen, mal bei Bedarf auch Tempo 190 auf der Autobahn.